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Wie wir in den letzten Artikeln dieser Serie gesehen haben, liefert die Fibonacci-Methode Marken im Chart, die im späteren Verlauf mit bestimmten Reaktionen in der Kursentwicklung zusammentreffen können. An einer relevanten Fibonaccimarke kann der Kurs eine besondere Reaktion zeigen. Dieses besondere Verhalten kann sich dadurch ausdrücken, dass an einem Fibonacciniveau eine gegen den Haupttrend gerichtete Korrektur einsetzt oder -im umgekehrten Fall- eine Korrektur beendet wird und in eine neue Trendbewegung übergeht. Zudem können Fibonacci-Marken auch eine Bewegung oder einen kompletten Trend stoppen und somit mit dem Beginn einer Seitwärtsphase oder einem Trendwechsel zusammentreffen. Sowohl das Erreichen, als auch das Nicht-Erreichen eines solchen Retracement- oder Extensions-Levels kann wertvolle Informationen über den weiteren Verlauf liefern. Insbesondere bei Retracements, die ja das Rücklaufpotenzial einer Bewegung anzeigen, hat das Nicht-Erreichen bzw. das Abdrehen des Kurses vor einem Retracementlevel eine hohe Aussagekraft über die Intaktheit und das künftige Potenzial des Trends. Mit Retracements lassen sich beispielsweise innerhalb eines neu entstandenen Aufwärtstrend sofort Bereiche ermitteln, die nicht mehr unterschritten werden sollten, um den aktuellen Trend nicht zu gefährden oder gar zu beenden (61,8 % der Bewegung oder Teilbewegung). Oder es lassen sich auf die gleiche Weise in einem Abwärtstrend die Marken ermitteln, deren Überschreiten das Ende der Baisse einleutet. Dies ist eine zentrale Eigenschaft der Fibonaccitools, die z.B. enorme Vorteile für das Setzen und Anpassen von Stoploss-Marken liefert. Grundsätzlich ist dabei zu unterscheiden, ob es sich um statische Retracements großer, führerer Langfristtrends handelt, deren Anfangs-und Endpunkte unverrückbar im Chart zu sehen sind. Oder ob eine Bewegung gerade erst im Entstehen ist und ihr Endpunkt bzw. ihr Gesamtpotenzial noch nicht abgeschätzt werden kann.

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