Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt neben der Bilanz einen der verpflichtenden Bestandteile des Jahresabschlusses dar. In der GUV werden die Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres gegenübergestellt, wobei die beiden Größen grundsätzlich nicht miteinander verrechnet werden dürfen. Die deutschen Grundsätze für die Aufstellung sind im Handelsgesetzbuch (HGB) festgelegt, während die internationalen Standards die IFRS (International Financial Reporting Standards) sind.

Aus der GUV lassen sich Art, Höhe und Quellen des wirtschaftlichen Erfolges quantitativ bestimmen. Die Berechnungen können dabei nach zwei unterschiedlichen Methoden vorgenommen werden: Das Gesamtkostenverfahren weist alle Kosten aus, die in der Geschäftsperiode angefallen sind und stellt ihnen alle erwirtschafteten Erträge gegenüber. Beim Umsatzkostenverfahren werden den erwirtschafteten Erträgen hingegen nur die Kosten für die tatsächlich verkauften Produkte gegenübergestellt (die Umsatzkosten). Außerdem werden die Kostenarten bei den Verfahren unterschiedlich gruppiert.