Mit aktivem Elliott-Wellen-Trading lässt sich überproportional an Kursbewegungen profitieren. Kristallisiert sich aus dem Kursverlauf heraus, dass sich eine starke Impulswelle 3 andeutet, dann kann der Rücksetzer im Zuge einer Welle 2, im Bereich des Traders Dreams, für ein exzellenten Einstieg genutzt werden. Das daraus resultierende Kursziel der Welle 3 und somit der profitable Ausstieg aus dem Trade wird mit Fibonacci Projektionen ermittelt.

Erst einmal kurz zum Verständnis

Mit Hilfe der Elliott-Wellen-Theorie lässt sich das Marktverhalten in zwei Grundmuster einteilen, in Impuls- und Korrekturmuster.

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Das Impulsmuster, auch Antriebsmuster genannt, kennzeichnet die bestimmende Kursbewegung. Diese Impulsbewegung ist der Ursprung eines jeden Trends.

Eine Impulsbewegung komplettiert sich grundsätzlich aus fünf Wellen, die mit Ziffern (arabisch oder römisch) beschriftet werden. An das Ende von Impulswellen wird eine Zahl gesetzt.

Drei dieser Wellen nämlich, die Wellen 1, 3 und 5 (siehe Abbildungen unten) bringen die übergeordnete Grundrichtung der Trendbewegung hervor und werden mit dem Begriff Bullenmarkt bezeichnet.

Die Wellen 1, 3 und 5 stehen in einem Fibonacci-Verhältnis zueinander, wobei sehr oft die Welle 3 in einem Ausmaß von 1,618 % extendiert. Die Welle 3 ist also in der Regel 1,618 mal länger als die Welle 1.

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Die übergeordnete Trendrichtung wird jeweils durch zwei gegenläufige Korrekturbewegungen, nämlich die Wellen 2 und 4 (siehe Abbildungen unten) dargestellt, sie werden mit dem Begriff Bärenmarkt in Verbindung gebracht.

Diese beiden Korrekturwellen alternieren zueinander, sie weisen also unterschiedliche Korrekturvarianten auf, wobei die Welle 2 niemals ein Triangle sein darf.

An das Ende einer Korrekturwelle wird ein Buchstabe gesetzt. Je nachdem, um welche Art von Korrekturmuster es sich handelt, finden unterschiedliche Buchstaben Verwendung. Alle Korrekturbewegungen (Welle 2 und Welle 4 in allen möglichen Graden) setzen sich aus den drei Grundtypen Flat, Zigzag und Triangle zusammen.

Das heißt, auch der Finanzmarkt kann sich nicht dem physikalischen Gesetz entziehen.

„Was hoch geht, muss auch wieder runter kommen. Jede Aktion erzeugt eine Reaktion“.

Kursbewegungen werden in Trendphasen und Korrekturphasen aufgeteilt. Trendphasen zeigen die Hauptrichtung der Kursentwicklung, während zwischengeschaltete Korrekturphasen sich gegen den vorliegenden Trend bewegen.

Impulsmuster treten ebenso in den Unterwellen der Korrekturen auf. Im Zigzag treten Impulswellen in der Welle a und der Welle c auf. In einer Flat Korrektur ist nur die Welle c ein Impuls, die Welle a des Flats ist dreiwellig (kein Impuls).

Aus den beiden vorher beschriebenen Mustern (Impulsmuster und Korrekturmuster) entsteht das Basismuster. Eine fünfteilige Impulsbewegung, gefolgt von einer dreiteiligen Korrekturbewegung, schließt ein komplettes Basismuster (Marktzyklus) ab. Diese Basismuster treten auf Minutenebene, Stunden-, Tages-, Wochen-, Monats- bis hin zur Jahresebene ständig und immer wiederkehrend auf. Aus einer psychologisch angetriebenen Marktbewegung resultiert nach dem Grundprinzip der Elliott Wellen Technik ein Muster (Fraktal), welches aus acht Elementen besteht. Diese acht Elemente unterteilen sich in eine fünfteilige Impulsbewegung (1-2-3-4-5) und in eine dreiteilige Korrekturbewegung (a-b-c).

Das Impulsmuster

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Das Korrekturmuster neigt dazu, die vorher entstandene Impulswelle zum Teil oder sogar bis zu 99 % zurückzulaufen. Idealerweise korrigiert die Welle 2 die Welle 1 zu 61,8 %. Dabei darf aber auf keinen Fall zum Beispiel in der Welle 2, der Ursprung der Welle 1 berührt werden. Diese daraus entstehende Chartoptik lässt viele traditioneller Chart-Muster wie Doppel- oder Dreifachböden / Hochs, umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter und andere Muster erkennen.

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Eine Welle 3 wird durch eine Welle 4 häufig zu 38,2 % korrigiert. Eine Korrektur der Welle 3 darf sich auch bis in den Bereich von 61,8 % hinziehen. Dabei darf jedoch nie der Endpunkt der Welle 1 berührt werden. Das heißt, dass es zu keiner Wellenüberschneidung der Wellen 1 und 4 kommen darf (Ausnahmen sind LDT und EDT).

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Trading Regel Nr. 79 

Eine besondere und hochprofitable Form der Korrektur ist ein "Tiedjes Dream". Hierbei folgt nach einer fünfwelligen Kursbewegung, eine dreiwellige Kurskorrektur, die knapp das 61,8 % Retracement überschreitet. Hierbei entsteht ein hochgradig bullisches (im Aufwärtstrend) Kaufsignal, oder ein starkes Verkaufssignal (analog im
Abwärtstrend). Danach sollte sich die Kursbewegung im Senkrechtmodus (Entladung) explosionsartig direkt weiter in der Impulsrichtung fortsetzen.

Die Trefferquote beim Tiedjes (Traders) Dream beträgt ca. 80 %. Entstehen direkt mehrere Tiedjes Dreams hintereinander, wird der Senkrechtmodus jedoch in Frage gestellt. Auch die fünfwellige Welle C (als der Abschluss einer Korrektur von einem kompletten Fraktal) ist zum Handeln nach Tiedjes Dream ungeeignet, da die anschließende Gegenbewegung eine
Wellenebene höher, ebenfalls fünfwellig ist (als ein neuer Impuls).

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