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Aufbauend auf dem von Trushar Chande entwickelten Aroon Up/Down Indikator, mit dem der Trader die aktuelle Marktphase leichter beurteilen können soll, wurde der Aroon Oszillator entwickelt. Dieser lässt aufgrund seiner Konstruktion einen etwas anderen Blick auf den Aroon Up/Down Indikator zu und ermöglicht so zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten. Wie auch der Basisindikator ist auch der Aroon Oszillator ein trendfolgender Indikator, mit seinen Vor- und Nachteilen. Dabei wird formal der Aroon Down-Wert vom Aroon Up-Wert subtrahiert:

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so dass für eine Berechnung des Aroon Oszillators zunächst der Aroon Up/Down Indikator ermittelt werden muss. Auf diesen bezieht sich auch die vom Trader zu wählende Periodenlänge. Aus seiner Konstruktion heraus kann der Aroon Oszillator lediglich Werte zwischen -100 und 100 annehmen. Abbildung 1 zeigt den Aroon Oszillator mit einer Periodenlänge von 10 Kerzen im DAX-Tageschart und den Einstellungsmöglichkeiten in Guidants.

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Interpretation und Anwendung

In Analogie zum Aroon Up/Down kann auch der Aroon Oszillator als Trendfilter und Signalgeber eingesetzt werden. So kennzeichnet ein über der Nulllinie liegender Indikator einen bullischen Markt, in dem der Trader bevorzugt auf der Käuferseite agieren sollte, während unterhalb der Nulllinie ein bärisches Sentiment vorliegt und Shortpositionen zu bevorzugen wären. Neben dieser Filtereigenschaft ließe sich die Kreuzung der Aroon Oszillator Linie sowohl mit der Nulllinie als auch separat hinzugefügten Grenzwerten zudem direkt als Signalgeber nutzen. Grenzwerte gehören zwar nicht standardmäßig zum Oszillator, jedoch zeigt der obige Chart diesbezüglich durchaus interessante Ansätze. In diesem Sinne wäre der Indikator auch nutzbar, um überkaufte bzw. überverkaufte Marktzustände ähnlich der Stochastik oder dem RSI auszumachen. Diese Interpretation steht der klassischen ein wenig entgegen, in der eine umso weiter von der Nulllinie entfernte Aroon Oszillator Linie einen umso stärkeren Trend anzeigen soll.

Kritische Würdigung

Von seiner Konstruktion und Anwendungsmöglichkeiten her reiht sich der Aroon Oszillator in die bestehende Riege der Trendfolgeindikatoren ein. Zudem bietet dieser zumindest die theoretische Möglichkeit, gleichzeitig überkaufte bzw. überverkaufte Marktzustände auszumachen, so dass der Trader mit dem Indikator experimentieren kann und sollte. In der Regel sind Standardeinstellungen, in diesem Fall die des Aroon Up/Down Indikators, der die Basis für den gleichnamigen Oszillator bildet, selten erfolgreich. In diesem Sinne ist auch der Aroon Oszillator als alleiniges Instrument für das Trading mit Vorsicht zu genießen. Gerade in Seitwärtsmärkten wird es im obigen Sinne vermehrt zu Fehlsignalen kommen, da die Nulllinie ständig über- und unterschritten wird, ohne dass es anschließend zu größeren Trendbewegungen kommt. Dieser Effekt wird umso stärker, umso kleiner die Periode für den Indikator gewählt wird. Da der Indikator zudem vom Aroon Up/Down abgeleitet wird, empfiehlt sich auch ein Blick auf diesen.

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