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    Trader und Anleger sind immer wieder auf der Jagd nach guten Gelegenheiten. Vor allen Dingen aus emotionaler Sicht ist es verständlich, dass dabei immer auch ein Auge auf Wahrscheinlichkeiten geworfen wird. Nur wenige Händler mögen es, wenn nur eine geringe Anzahl aller Transaktionen für den größten Teil der Performance verantwortlich ist. In solchen Ansätzen, die oft trendfolgend orientiert sind, müssen Trader und Anleger mit einer kleinen Trefferquote leben. Da wir nicht wissen, ob der nächste Trade ein Gewinner oder Verlierer wird, gehen wir unsere Position ein und achten vor allen Dingen darauf, potentielle Verluste möglichst klein zu halten. So werden viele Trades mit einem kleinen Minus ausgestoppt und nur wenige Trades bringen den großen Treffer.

    Dieser Ansatz ist formal durchaus lukrativ, wie aber bereits geschrieben, emotional anstrengend. Da stellt sich die Frage, wo im Markt eventuell höhere Wahrscheinlichkeiten liegen, die sich Trader zu Nutze machen können. Gaps in Aktien könnten beispielsweise eine solche Möglichkeit bieten.

    Was sind Gaps?

    Bevor wir uns der Statistik zuwenden, müssen wir Gaps definieren. Umgangssprachlich wird unter einem Gap eine Kurslücke verstanden. Der heutige Eröffnungskurs einer neuen Kerze ist ungleich dem gestrigen Schlusskurs. Liegt der Eröffnungskurs über dem Schlusskurs von gestern, sprechen wir von einem Aufwärtsgap. Liegt er darunter, sehen wir uns mit einem Abwärtsgap konfrontiert.

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    In dieser einfachen Definition wird schnell klar, dass Gaps extrem häufig auftreten. Wann sind schon einmal Eröffnungs- und Schlusskurs gleich? Wichtig ist in dieser Betrachtungsweise zudem, dass die Frage, ob ein Gap vorliegt oder nicht, immer eine Frage der Perspektive ist. Vergleichen Sie hierzu einmal Abbildung 1, in der der Dax zur gleichen Zeit einmal im 5-Minutenchart und einmal im Tageschart dargestellt ist. Je nachdem welchen Chart Sie betrachten, kommen Sie zum Schluss, dass an ein und demselben Tag ein Aufwärtsgap vorliegt oder aber eben nicht.

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    Vor diesem Hintergrund möchte ich im Folgenden zwischen echten und unechten Gaps unterscheiden. Bei einem echten Gap liegt der Eröffnungskurs außerhalb der Preisspanne der vorangegangenen Kerze. Liegt dieser hingegen innerhalb der Preisspanne der vorangegangenen Kerze, weicht aber vom Schlusskurs dieser ab, liegt ein unechtes Gap vor. Formal ändert diese Unterscheidung wenig an der Diskrepanz aus Abbildung 1. Auch die Frage ob ein echtes oder unechtes Gap vorliegt, bleibt letztlich eine Frage der Perspektive. Bezogen auf unser Beispiel liegt im 5-Minutenchart ein echtes Gap vor, während auf Tagesbasis nur von einem unechten Gap gesprochen werden kann.

    Wie sieht die Statistik für echte Gaps aus?

    Jetzt wo wir Gaps definiert haben, können wir uns diese ein wenig näher anschauen. Dafür habe ich ein kleines Programm geschrieben, welches ausschließlich echte Gaps im Tageschart der MDax-Aktien sowohl auf der Long- als auch Shortseite untersucht. Ziel war es an dieser Stelle nicht, ein funktionierendes Handelssystem zu präsentieren. Vielmehr geht es um die Frage, ob rundherum um Gaps erhöhte Wahrscheinlichkeiten zu finden sind. Häufig ist in diesem Zusammenhang nämlich zu hören, dass Gaps in der Regel sehr schnell geschlossen werden.

    Genau dieser Frage wollen wir im Folgenden nachgehen: wie wahrscheinlich ist es, dass ein Gap geschlossen wird und welche Rolle spielt dabei die Größe des Gaps? Das Ergebnis dieser Analyse können Sie in den folgenden beiden Abbildungen sehen.

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    Chart wurde mit Tradesignal erstellt

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    Chart wurde mit Tradesignal erstellt

    Nicht immer sind allgemeine Börsenweisheiten wahr, im Falle von Gaps aber bestätigen sich diese. Die Wahrscheinlichkeit, ein Gap zu schließen, ist sowohl auf der Longseite als auch Short relativ hoch, vor allen Dingen, wenn das Gap klein ist. Je größer dieses ausfällt, desto höher ist die Chance, dass das Gap zumindestens an diesem Tag offen bleibt. Ab einer Größenordnung von etwa ein Prozent fällt die Chance auf ein Gapclose noch am selben Tag unter 50 % ab. Untersucht wurden dabei ca. 9.000 Gaps auf der Longseite und 7.000 Gaps auf der Shortseite. Unsere Analyse steht also auf einem soliden statistischen Fundament.

    Der Handel von Gaps

    Wie bereits geschrieben, handelt es sich bei dieser Analyse noch nicht um ein vollständiges Tradingsystem. Vielmehr stand die Wahrscheinlichkeit für ein Schließen des Gaps im Mittelpunkt des Interesses. Um diese Erkenntnis herum kann man nun jedoch entsprechende Handelssysteme bauen. So wäre ein konträr Ansatz sinnvoll, sofern es sich nur um relativ kleine Gaps handelt (Spekulation auf ein Schließen des Gaps). Sind die Gaps jedoch größer, macht es mehr Sinn in Richtung des Gaps zu handeln.

    In beiden Fällen muss beachtet werden, dass hier lediglich Intraday agiert werden kann - zumindest dann, wenn man seinen Ansatz auf die hier herausgearbeitete Statistik aufbauen will. Schließlich habe ich nur untersucht, wie groß die Wahrscheinlichkeiten direkt am Gaptag sind. Diese überzeugen jedoch und sollte ich weitere Erkenntnisse in diese Richtung sammeln können (eventuell sogar ein Handelssystem), profitieren Sie als Guidants-PROMaxler (exklusiv) davon. Wenn Sie mir direkt folgen (hier klicken), informiert Sie der intelligente Guidants-Stream sogar noch realtime im Pushverfahren! In diesem Sinne

    viel Erfolg

    Ihr Rene Berteit

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