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Die Statistiken zeigen, so einfach verdient sich das Geld an der Börse nicht. Mit den neuen Verordnungen zum Anlegerschutz kann mittlerweile jeder bei seinem CFD Broker des Vertrauens nachfragen, wie viele Kunden in den letzten Monaten Gewinne erwirtschaftet haben. Das Ergebnis ist zwar nicht überraschend, aber trotzdem erschütternd. 75-80 % aller Trader verlieren Geld. Neu ist diese Erkenntnis natürlich nicht, jedoch stellt sich die Frage, warum ist das so?

Eine in meinen Augen klare Antwort liegt beim Trader selbst. Ich halte es für unabdingbar, seine eigenen Grenzen innerhalb des Tradings zu kennen. Ich würde wetten, dass die wenigsten Trader über fehlendes Fachwissen bzw. Strategien stolpern. Vielmehr sind es die eigenen persönlichen Grenzen, die zu Verlusten führen.

Beispiel Risiko

Schauen wir uns in diesem Zusammenhang ein wichtiges Beispiel an: das Risiko. Ich denke die meisten Trader haben sich in ihrer Karriere irgendwann einmal in einem Demo-Konto ausgetobt. Ich würde schätzen, dort war das Tradingsergebnis um ein Vielfaches besser, als später im realen Konto. Dabei ist der einzige Unterschied, das Risiko. Was sich im Demokonto so leicht anfühlt, kann sich in der Realität zu einem echten Desaster entwickeln. Machen wir uns nichts vor, die Börse hat mit Sicherheit nicht viel zu tun. Wer erfolgreich sein will, muss ins kalte Wasser springen und sein Kapital riskieren. Fällt es einem im Demokonto sehr leicht, zwischenzeitlich 100, 200 oder mehr Euro in einem Trade zu verlieren, sieht es in der Realität oft ganz anders aus. Dabei verlieren wir nicht nur in einzelnen Trades, sondern jeder Trader muss auch eine gewisse zeitliche Durststrecke, den sogenannten Drawdown überstehen. Selbst Profitrader mussten zum Teil heftige Kontoeinbrüche verkraften. Ein bekanntes Beispiel ist Curtis Faith von den Turtle-Tradern, der nach eigenen Aussagen zwischenzeitlich 75 % seines Kontos verlor.

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Einen solchen Drawdown wird man nur dann überstehen, wenn man die eigenen Grenzen nicht überschreitet. Sobald dies der Fall ist, übernimmt das Unterbewusstsein die Kontrolle, weil man in Panik, Angst oder einen ähnlichen Zustand verfällt. Das führt nur selten zu Erfolgen. Vielmehr ist es ein Garant dafür innerhalb kürzester Zeit enorme Geldsummen zu verbrennen.

PS: ich bin mir sicher, auch Curtis Faith fiel das Trading in dieser Zeit nicht leicht. Aber er hatte sich so weit unter Kontrolle, dass er keinen völligen Blödsinn handelte. Er mag in die Nähe seiner Grenze gekommen sein, hat diese aber anscheinend nicht überschritten, denn am Jahresende stand das Konto wieder im Plus.

Nicht nur das Risiko ist wichtig!

Das Risiko steht bei solchen Überlegungen natürlich immer wieder im Vordergrund. Die Bedeutung dessen ist einfach zu offensichtlich. Sie sollten sich jedoch die Zeit nehmen, auch über ihre anderen Grenzen nachzudenken. Wie viele Verlusttrades in Folge können Sie verkraften, unabhängig davon, wie viel Geld sie dabei verlieren? Wie lange wollen sie überhaupt am Tag/in der Woche traden? Wie lange können Sie sich konzentrieren? Wie viele Strategien können Sie parallel handeln oder allgemeiner formuliert, wie multitaskingsfähig sind Sie? Wo liegen ihre grundlegenden Kapitalgrenzen, sprich wie für Positionen können Sie überhaupt aufbauen?

Die unsichtbaren Grenzen ausloten

Dies sind nur einige Beispiele, auf die Sie in Ihrem Trading achten sollte. Meine Arbeit als Tradingcoach zeigte jedoch aber noch mehr. Oftmals sind es die weniger offensichtlichen Grenzen, die gerne überschritten werden und dann zu einem Desaster führen. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, sich intensiv mit ihren Trades auseinanderzusetzen. Fragen Sie sich in der Nachbearbeitung bei jedem, was Sie gefühlt, erlebt und gedacht haben. Hinterfragen Sie Ihre Antworten mehrfach, um dem eigentlichen Problem auf die Schliche zu kommen. Ich bin sicher, an der einen oder anderen Stelle werden sie auf eine Antwort stoßen, die Sie überrascht.

Viel Erfolg

Rene Berteit