„Wer viel wagt, der viel gewinnt“ lautet schon ein bekanntes Sprichwort und eine per se erfolgreiche Strategie vorausgesetzt, trifft dieses natürlich auch auf das Trading zu. Verdoppeln Sie die Positionsgröße in Ihrem Trading, so werden sich rein rechnerisch auch die Gewinne verdoppeln und so trifft man kaum einen Tradingneuling, der nicht mit großen Positionen handelt. Je mehr Hebel, desto besser und da kommen natürlich auch Produkte wie CFDs dem Börseneinsteiger gerade recht.

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Trading ist einfach erklärt: Profitabel ist, wer eine gewinnbringende Strategie diszipliniert umsetzen kann. Mit zunehmendem Risiko (größeren Positionen) wird jedoch auch den eigenen Emotionen Tür und Tor geöffnet. Wird die eigene Risikokomfortzone (oder die der Strategie) überschritten, bestimmen nicht mehr Ihre Handelsregeln den konkreten Ein- und Ausstiegspunkt, sondern Ihre Angst Buchgewinne wieder herzugeben oder die Hoffnung, dass der bereits sehr große Verlust doch noch im Plus endet, wenn Sie nur Ihren Stopp entgegen Ihrem ursprünglichen Plan ein wenig nach unten verschieben oder am besten ganz löschen. Ein gutes und vielleicht den meisten von Ihnen bekanntes Beispiel für den Einfluss des Risikos auf die Emotionen ist der Wechsel vom Demokonto ins reale Trading. Aus so manch einem profitablen Demotrader ist schnell ein Verlierer geworden, dabei ist der einzige Unterschied doch nur der, dass jetzt echtes Geld und damit echtes Risiko im Spiel ist.

Wollen Sie Ihr eigenes professionelles und natürlich erfolgreiches Tradinggeschäft frisch aufbauen oder sind Sie bereits mittendrin, aber alles andere als zufrieden mit dem Ergebnis, dann werfen Sie einmal ein Blick auf Ihr Risiko. Dieses könnte deutlich zu hoch sein. Das Ausloten der eigenen Komfortzone ist dabei gar nicht so schwer: Testen Sie sich einfach von unten an Ihre Grenzen heran. Demokonten sind bspw. eine gute Basis, um emotionslos eine erfolgreiche Handelstaktik zu entwickeln. Mit dieser im Gepäck, fangen Sie zunächst nur mit sehr kleinen Positionsgrößen das reale Trading an. Geben Sie sich hierbei einige dutzend Trades inklusive einer Serie von Fehltrades Zeit und ist auch dann noch „alles im Lot“, können Sie die Positionsgröße leicht anziehen. Wiederholen Sie diesen Vorgang solange, bis Sie merken, dass Sie Ihre Trades nicht mehr ruhig und gelassen umsetzen können. Aus dem Coaching von Tradern weiß ich, dass dieser Punkt meist schneller eintritt, als gedacht. Rudern Sie nun ein Stückchen zurück und bleiben Sie solange auf diesem Level, bis Sie auch hier diszipliniert Ihren Regeln folgen können. Dann können Sie immer noch, sofern es gewünscht ist, den nächsten Schritt mit einer neuen, leicht größeren Positionsgröße wagen.

Warum aber fällt es so vielen Tradern so unendlich schwer, diesen Weg zu gehen? Welche Risiken genau sollten Sie im Auge behalten? Und wie schaut es mit den allgemeinen Empfehlungen, die man mittlerweile überall im Internet findet, aus? Diese Fragen werden wir in der nächsten Folge aufgreifen.

Über den Autor:

Rene Berteit beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit den Finanzmärkten und dem Trading von Aktien, Währungen, Rohstoffen und den wichtigsten Indizes. Während der Riesenhausse bis ins Jahr 2000 stand für die meisten Trader Verlieren nicht auf der Agenda. Egal was man kaufte, es stieg. Dies lockte auch den BWL-Studenten Rene Berteit an die Märkte. Er platzierte die ersten Orders – mit Erfolg . Doch mit Ende des Hypes im Neuen Markt kam auch für ihn die Zeit der Qualen. Dennoch beschäftigte er sich neben dem Studium und während der späteren Tätigkeit als Logistikleiter jede freie Minute mit Märkten und Strategien und sammelte so ein breites Know-how. Sein Spezialgebiet: der kurzfristige Handel – das so genannte Daytrading – von Dow Jones, DAX und dem Währungspaar Euro/US-Dollar.Seine Erfahrung kommt auch den Teilnehmern des von ihm seit 2007 bei GodmodeTrader betreuten Ausbildungs-Services zugute.