Der Begriff Monopol bezeichnet eine bestimmte marktbeherrschende Stellung eines Unternehmens. Ein Monopol liegt dann vor, wenn es auf dem Markt für eine bestimmte Ware oder Dienstleistung nur einen Anbieter gibt. Dieser Anbieter heisst dann Monopolist. Monopole entstehen auf natürlichem Weg oder durch staatlichen Einfluss. Im Allgemeinen gelten anhaltende Monopole als schädlich für eine Volkswirtschaft: Die Monopole verhindern Wettbewerb, was tendenziell zu steigenden Preisen und sinkender Qualität führt. Vielerorts sind staatliche Monopole dennoch üblich, beispielsweise bei der Strom-, Wasser- und Energieversorgung. Das Regelwerk zum Umgang mit Monopolen und anderen Formen einer marktbeherrschenden Stellung ist im sogenannten Kartellrecht enthalten.

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In Deutschland führt das Bundeskartellamt die Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen. Das Bundeskartellamt mit Sitz in Bonn prüft, ob Unternehmen, die eine marktbeherrschende Stellung einnehmen, ihre wirtschaftliche Machtstellung missbrauchen, indem sie andere Unternehmen am Markt behindern.

Neben einem jeweiligen Monopol treten weitere marktbeherrschende Stellungen auf. Im Fall eines sogenannten Oligopols treffen wenige Anbieter auf viele Nachfrager. Sprechen sich mehrere Wettbewerber verbotenerweise ab, zum Beispiel über Angebotspreise ihrer Produkte und Dienstleistung, so ist ebenfalls von einem Kartell die Rede.

Gibt es auf dem Markt für ein bestimmtes Produkt viele Anbieter, aber nur einen Nachfrager, so wird dies als Nachfragemonopol oder Monopson bezeichnet. Monopsone finden sich zum Beispiel im Zusammenhang mit militärischen Produkten in einer geschlossenen Volkswirtschaft.