Nominalwert heißt der auf Wertpapieren aufgedruckte Nennwert. Bei Aktien bezeichnet der Nominalwert den Betrag, den der Inhaber der Aktie am Grundkapital des Unternehmens hält.

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Bei Anleihen bezeichnet der Nominalwert die Rückzahlungs- bzw. Tilgungssumme, die der Anleger nach Ende der Laufzeit zurückerhält. Es kann vorkommen, dass während der Laufzeit einer Anleihe sich deren Kurswert deutlich vom Nennwert unterscheidet. Dieser Umstand hängt vorrangig mit Schwankungen des Zinsniveaus und veränderten Risikoeinschätzungen der Anleger zusammen. Wenn das allgemeine Zinsniveau zurückgeht, steigt im Allgemeinen der Anleihekurs. Steigt das Zinsniveau insgesamt, so sinkt der Kurswert der Anleihe.

Der Coupon, der die Höhe der Zinszahlungen einer Anleihe verbrieft, wird stets mit Bezug auf den Nominalwert der Anleihe berechnet. Weil der Kurswert einer Anleihe vom Nominalwert abweichen kann, entspricht der Coupon nicht zwangsläufig dem effektiven Zinssatz der Anleihe. Kauft ein Anleger eine Anleihe zu einem höheren Kurs als dem Nominalpreis, so liegt die effektive Verzinsung für diesen Käufer unter dem Coupon. Wird die Anleihe hingegen zu einem Kurs unter ihrem Nominalwert erworben, liegt die effektive Verzinsung über dem Coupon.