Open Market bezeichnet den sogenannten Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse. Es handelt es sich um ein Marktsegment, für das nur wenige Regulierungsvorschriften gelten. In rechtlicher Hinsicht stellt der Freiverkehr in Deutschland keinen organisierten Markt dar. Im Freiverkehr werden ausschließlich Wertpapiere gehandelt, die für den Handel am sogenannten Regulierten Markt nicht zugelassen sind.

Im Open Market der Frankfurter Börse wird eine Vielzahl von Finanzprodukten gehandelt, darunter in- und ausländische Aktien, Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine. Alles in allem sind im Open Market Aktien aus mehr als 60 Ländern gelistet. Die Mehrzahl der Aktien stammt aus den USA.

Anleger, die Aktien und andere Finanzprodukte im Open Market beziehungsweise im Freiverkehr erwerben, sollten sich des erhöhten Risikos bewusst sein. Die im Open Market gelisteten Unternehmen unterliegen keiner Publizitätspflicht, müssen also nicht zwingend Ad-hoc-Mitteilungen und Quartalsberichte veröffentlichen. Aktien im Open Market sind vor einigen Jahren durch Missbrauch ins Gerede gekommen: So wurden Anleger mit falschen Angaben über einzelne Unternehmen von zwielichtigen Personen zum Kauf eigentlich wertloser Aktien gebracht.