Der Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers wird als Order bezeichnet. Will ein Anleger ein Wertpapier kaufen, übermittelt er seiner Bank den entsprechenden Auftrag. Die Bank pflegt den Auftrag direkt in ein Handelssystem wie Xetra ein oder gibt den Auftrag an einen Vertreter an einer Präsenzbörse weiter - je nachdem, über welche Börse der Anleger die Wertpapiere geordert hat. Anleger haben im Allgemeinen also keinen direkten Zugang zur Börse, sondern übermitteln ihre Kauf- und Verkaufsaufträge der Bank, von der diese Aufträge an die Börse weiterleitet werden. Das hängt damit zusammen, dass am direkten Börsenhandel nur registrierte Börsenmitglieder teilnehmen dürfen. So wird gewährleistet, dass alle Akteure, die im direkten Börsenhandel tätig sind, über die notwendige Bonität und die nötigen Kenntnisse verfügen.

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Soll eine Order ausgeführt werden, können verschiedene Kriterien oder Orderzusätze ausgewählt werden, die den Aktienkauf von Kursbedingungen abhängig machen. So garantieren Limit-Orders Mindestpreise beim Verkauf (Verkauf-Limit-Order) oder Maximalpreise beim Kauf (Kauf-Limit-Order) eines Wertpapiers. Stop-Orders legen Preisgrenzen fest: Wird ein bestimmter Kursstand unterschritten, wird das Wertpapier verkauft (Stop-Loss). Wird ein bestimmter Kurs überschritten, wird das Wertpapier gekauft (Stop-Buy). Zusätzlich bestimmen weitere Zusätze die potentiellen Ausführungskurse genauer. Unlimitierte Orders (auch billigst genannt) führen zum Kauf einer Aktie ohne Einschränkung zum nächst handelbaren Kurs.

Hinzu kommen Handelszusätze, die andere Ausführungsbedingungen wie zeitliche Gültigkeit oder das Erlauben oder Verbieten von Teilausführungen definieren.