• Bitcoin BTC/USD - Kürzel: BTC/USD - ISIN:
    Börse: Bitfinex / Kursstand: 37.205,00000 $
  • Plug Power Inc. - Kürzel: PLUN - ISIN: US72919P2020
    Börse: NASDAQ / Kursstand: 60,140 $

Seit Tagen das gleiche Bild! An den Börsen, an denen wahrscheinlich vornehmlich private Anleger unterwegs sind, sehen wir seit Tagen die gleichen Spitzenreiter bei den Handelsaktivitäten: Plug Power, Clean Capital, Nel, Xiaomi und Ballard Power! Ließe sich auch noch der Bitcoin an diesen Börsen, beispielsweise über Tradegate handeln, dürfte auch dieser unter den Top-Handelswerten zu finden sein.

Von Angst und einem großen Traum!

All diese Werte haben eines gemeinsam: Sie sind aktuell Mode! Am Markt wird momentan die Wasserstoff-Technologie gespielt und auch der Bitcoin erlebte im vergangenen Jahr ein Comeback. Es ist einfach unglaublich, was hier in kürzester Zeit für Renditen erzielt werden konnten. Lassen Sie einfach die folgenden Charts auf sich wirken:

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Angesichts solcher Renditen ist es kein Wunder, dass einfach jeder dabei sein möchte. Es ist die Hoffnung in kürzester Zeit viel Geld zu verdienen, die Anleger dazu bewegt, sich in solchen Modemärkten zu engagieren.

Es ist die Angst davor, etwas zu verpassen, die dafür sorgt, dass man bei seinen Handelsentscheidungen oftmals das Gehirn ausschaltet, vor allen Dingen dann, wenn die Party schon richtig im Gange ist. Dann wird gekauft, egal zu welchem Preis.

Den Letzten beißen die Hunde!

Was Anleger in einer solchen Situation ignorieren ist die Tatsache, dass die Bäume auch an der Börse nicht dauerhaft in den Himmel wachsen. Das Spektrum an möglichen Szenarien ist groß, aber selbst wenn die gerade hochgezockte Technologie den Sprung ins reale Leben schafft und sich ein solider (Wachstums)Markt etabliert, werden viele Anleger auf Verlusten sitzen bleiben. Es ist nämlich immer wieder das gleiche Spiel. Zum Beginn eines Hypes treten viele Kandidaten das Rennen an, am Ende werden es aber nur wenige schaffen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Zeiten des neuen Marktes und wie viele E-Commerce-Plattformen damals ins Rennen geschickt worden sind. Und wen haben wir heute als unangefochtenen Marktführer in der westlichen Welt? Dabei haben uns die letzten 20 Jahre auch gezeigt, dass selbst einstige Giganten stürzen können. Man denke nur an Yahoo. Und von der Tatsache, dass sogar die Möglichkeit besteht, dass es nicht jeder Hype zu einer echten wirtschaftlichen Bedeutung schafft, wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden. Letztlich aber ist auch das eine Option. In diesem Fall wird einfach nicht mehr als heiße Luft gehandelt! Ich glaube, die Tulpenblase 1630-1637 dürfte DAS Paradebeispiel für diese Art von Hypes sein!

Wenn schon, dann richtig!

Sollte man sich angesichts solcher Risiken in einer frühen Phase überhaupt an potentiellen „Zukunftsmärkten“ beteiligen? Eine legitime Frage, die meiner Meinung nach eindeutig beantwortet werden kann. Für einen Trader bzw. Anleger bieten solche aufstrebenden Märkte unheimlich große Chancen und warum sollte man diese nicht nutzen? Man muss es nicht, aber man kann. Wenn man sich jedoch an solchen Spekulationen beteiligt, dann gibt es in meinen Augen aber nur zwei grundlegend erfolgsversprechende Optionen:

1. Der kurzfristige „Zocker“

Hypes gibt es immer wieder und aktive Kurzfristtrader haben in diesen starke Chancen. Solche Trader interessieren sich nicht für die fundamentalen Aspekte, sondern nutzen das Momentum solcher Phasen aus, um sich ihren Teil aus dieser herauszuschneiden. Dabei geht es mitnichten darum, auf Sicht der nächsten zehn Jahre die nächste Tesla-Aktie im Depot zu haben. Vielmehr ist dem kurzfristigen Trader bewusst, dass er lediglich die hohe Volatilität und das hohe Momentum eines Modemarktes ausnutzt. Das bedeutet, dass er seine Positionen relativ kurzfristig hält und natürlich die Positionsgröße dem Risiko anpasst. Idealerweise wird dabei nur in Hypephasen gehandelt, die noch nicht extrem weit gelaufen sind. Parallel dazu setzt er auf mehrere Pferde und könnte mit Blick auf Gewinnmitnahmen klassisch mit CRV-Kurszielen oder aber mit aggressiven Trailingstopps arbeiten. Wichtig ist auch, nicht zu viel zu wollen. Hat man in einer Aktie „seinen Schnitt mit ein paar guten Trades gemacht“, sollte man widerstehen können. Jeder Hype endet einmal und der letzte Trade wird definitiv zum Verlierer. Wer hier zu viel riskiert, kann schnell wieder alles verlieren, was man sich zuvor mit einigen Trades erarbeitet hat. Ein gutes Beispiel für diese Art des Tradings ist der Bitcoin seit Dezember.

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2. Die nächste Tesla gehört mir!

Natürlich ist es auch legitim darauf zu spekulieren, dass aus dem aktuellen Hype am Ende ein echter Markt wird. Wer die Geduld hat und bis zum Ende durchhält, dürfte die nächste Amazon-Aktie oder Tesla-Aktie im Depot haben. Aber nur, wenn er die in meinen Augen wichtigste Regel beherzigt: setze auf viele Pferde!

Die erste Aufgabe für einen solchen Investor besteht darin, zu recherchieren, was überhaupt der nächste Hype am Markt sein könnte. Bereits hier gibt es so viele Unsicherheiten, dass deutlich wird, dass man als Anleger sich nicht zu sehr auf nur einen Markt spezialisieren sollte. Es ist einfach wichtig, sein Kapital breit zu streuen und das beginnt schon bei der Auswahl möglicher Zukunftsmärkte.

Das Finden solcher Märkte ist mit viel Aufwand verbunden und wer es sich etwas einfacher machen will, wartet zunächst ab, bis man wirklich die ersten Auswüchse eines Hypes am Markt erkennt. Man steigt dann zwar schon in eine laufende Bewegung ein, hat jedoch den Vorteil, sich viel Arbeit bei der Recherche möglicher Zukunftsmärkte zu sparen. Aber auch bei einem solchen Vorgehen ist es wichtig, in diesem potentiellen Zukunftsmarkt auf viele Pferde zu setzen. Es ist notwendig, sich von Beginn an viele Aktien des Sektors ins Depot zu legen, denn es ist absolut unmöglich heute vorherzusagen, wer am Ende das Rennen macht. Gerade in einem Markt, der sich erst entwickelt kann es zu ungeahnten Dynamiken und Verschiebungen kommen. Nur ein Beispiel: die meisten Anleger konzentrieren sich bei ihrer Recherche beispielsweise auf unternehmerische Aspekte. Diese können jedoch von heute auf morgen Schall und Rauch sein, wenn der Gesetzgeber einschreitet und das ist in einem sich gerade erst entwickelnden Markt hochgradig wahrscheinlich.

Das Zauberwort heißt Portfoliobildung!

Wir erleben aktuell wieder einmal einen Hype an der Börse. Der Markt spielt alles, was mit Wasserstoff zu tun hat und auch in den Kryptos war zuletzt einiges los. Solche Phasen sind extrem lukrativ, aber auch „gefährlich“. Wir können festhalten, dass es sowohl für Trader als auch Anleger höchst interessant ist, sich in Zukunftsmärkten bzw. Hypephasen zu engagieren. Um diese Art des Tradings lässt sich problemlos ein erfolgreiches Geschäft aufbauen. Das Zauberwort heißt Portfoliobildung! Natürlich können Sie diese Märkte auch einfach nur zum Spaß zocken, das bleibt Ihnen überlassen. Wer jedoch um solche Märkte herum ein erfolgreiches Tradinggeschäft aufbauen möchte, sollte auch professionell agieren. Recherchieren Sie so gut es geht, seien Sie sich der grundlegenden Risiken und Volatilitäten bewusst, widerstehen Sie der Versuchung eines schnellen Glückstreffer und setzen Sie auf viele Pferde! Denken Sie daran, langfristig werden es nur die wenigsten Pferde ins Ziel schaffen, wer jedoch die Verluste relativ klein hält, kann mit den wenigen „Überlebenden“ immer noch gigantische Gewinne erzielen. Ich hoffe, Sie denken an diese Zeilen, wenn in den Medien „die nächste Kuh durchs Dorf getrieben wird“.

Viel Erfolg

Ihr Tradingcoach Rene Berteit