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Mit dem Begriff Point and Figure (auch „Point & Figure“) wird eine Methode der Technischen Analyse bezeichnet. In den USA entwickelt, reichen ihre Ursprünge mehr als 100 Jahre zurück. Die Point und Figure Methode greift auf zwei Komponenten zurück: eine prägnante Chart-Darstellungsform sowie ein stringentes methodisches Regelwerk. Hierbei gilt: In einen Point & Figure-Chart fließen gefilterte Kursdaten ein. Kursbewegungen, die kleiner ausfallen als die sogenannte Boxgröße werden nicht dargestellt. Die Größe einer Box wird prozentual oder absolut definiert – je nach gewünschtem Detaillierungsgrad. Weicht der Kurs von der Boxgröße ab, wird eine neue Box eingezeichnet. Liegt kein Trendwechsel vor, werden die Boxsymbole übereinander abgetragen. Dabei wird ein X für eine steigende Bewegung (Aufwärtstrend) gesetzt, ein O steht für einen Abwärtstrend. Diese Reduktion auf den Trend geschieht unter Ausblendung der benötigten Zeit. Vor diesem Hintergrund gilt: Die Zeitachse eines P&F-Diagramms ist nicht äquidistant und von untergeordneter Bedeutung. Um noch genauere Ergebnisse zu erzielen, wird zusätzlich zum Boxfilter optional der Umkehrfilter verwendet. Die Umkehr ist eine ganze Zahl (typisch: 3), die angibt, wie viele Boxen erforderlich sind, um im Chart einen Trendwechsel – von X zu O oder umgekehrt – einzuzeichnen.

Das Regelwerk der Point und Figure-Analyse greift auf Trendlinien, Kurszielbestimmung, Kauf- und Verkaufssignale sowie charakteristische Formationen zurück. Die objektive Bestimmung der aufgeführten Elemente erfolgt dabei anhand eines klaren Regelwerkes. Die Point and Figure-Methode ist in Deutschland weniger verbreitet als beispielsweise in den USA oder Großbritannien. Sie ist jedoch im Pflichtausbildungsprogramm des Weltverbandes der Technischen Analysten (www.ifta.org) enthalten.