Der „Relative-Stärke-Index“ (RSI) ist ein charttechnischer Indikator, der in seiner ursprünglichen Variante von J.Wallace Wilder entwickelt wurde. Zur Berechnung des RSI wird der Quotient aus den durchschnittlichen Aufwärtsveränderungen und den durchschnittlichen Abwärtsveränderungen eines Finanzinstruments gebildet. Dabei wird in der Standardeinstellung ein Zeitraum von 14 Tagen zugrunde gelegt.

Berechnungsformel RSI-Indikator:

Relative-Stärke-Index-Oliver-Baron-GodmodeTrader.de-1
RSI-Berechnungsformel

mit: AvgSU = durchschnittliche Summe positiver Tage (Kerzen)

AvgSD = durchschnittliche Summe negativer Tage (Kerzen)

Der RSI wird in einer separaten Kurve unterhalb des Kursverlaufs dargestellt und kann Werte zwischen 0 und 100 annehmen. Stark steigende Aktien zeichnen sich in der Regel durch einen hohen RSI, stark sinkende Aktien durch einen niedrigen RSI aus.

Relative-Stärke-Index-Oliver-Baron-GodmodeTrader.de-2
DAX Tageschart mit RSI-Indikator (Standardeinstellung 14 Tage)
WERBUNG

Als „überkauft“ gilt ein Finanzinstrument, wenn sich der RSI über 70 befindet, als „überverkauft“ bei einem Wert unter 30. Anhänger des RSI setzen meist antizyklisch auf sinkende Kurse bei „überkauften“ Wertpapieren und steigenden Kursen bei „überverkauften“ Papieren. Daneben werden mögliche Divergenzen beim Verlauf des RSI analysiert. Eine Divergenz liegt vor, wenn neue relative Hoch- oder Tiefpunkte im Kursverlauf, nicht im RSI bestätigt werden. Auch dies wird als Zeichen gewertet, dass die beobachtete Kursbewegung bald korrigiert werden könnte.

Unser Tradingcoach Rene Berteit hat sich in einem ausführlichen Artikel mit der Berechnungslogik und verschiedenen Tradingansätzen auf Basis des RSI beschäftigt.