Der Teilbereich des Kapitalmarktes, auf dem Anleihen gehandelt werden, wird als Rentenmarkt bezeichnet. „Rentenpapier“ ist dabei ein Synonym für Anleihe, da Anleihen ihren Inhabern einen regelmäßigen Zinsertrag (=Rente) auszahlen. Die ersten Rentenmärkte entstanden im späten Mittelalter in Norditalien, als Stadtstaaten damit begannen, durch Anleihen ihre Kriege zu finanzieren. Traditionell gelten Staatsanleihen als sehr sichere oder gar risikolose Anlageform. Rentenpapiere bonitätsstarker Staaten sind vor allem in Krisenzeiten als „sicherer Hafen“ sehr gefragt.

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Der Rentenmarkt kann in Primär- und Sekundärmarkt unterteilt werden. Der Primärmarkt ist kein geografischer Ort, sondern umfasst gedanklich die ursprüngliche Emission der Anleihen durch Staaten oder Unternehmen und die anschließende Platzierung bei institutionellen Anlegern wie Banken. Alle Transaktionen, bei den Emittenten neue Anleihen direkt an institutionelle Anleger verkaufen, werden dem Primärmarkt zugerechnet.

Der spätere Handel von bereits emittierten Anleihen wird als Sekundärmarkt bezeichnet. Auf dem Sekundärmarkt sind – im Gegensatz zum Primärmarkt – auch Privatanleger aktiv.