Saisonal steuern wir im Markt auf eine gute Phase zu und vorbereitend für diese – sofern sie denn auch dieses Jahr wieder eintritt – möchte ich Ihnen eine einfache Strategie vorstellen. Gehandelt werden Aktien aus dem DAX, die unterhalb des 20iger SMAs über den Supertrendindikator ansteigen. Hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht. Schauen Sie dazu auf den folgenden Beispielschart.

    Simple-Handelsstrategie-für-ein-bullisches-Umfeld-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-1
    Strategie Beispielchart Allianz

    Die Allianz Aktie fiel im Zuge des Augustcrashs unter den 20iger einfachen gleitenden Durchschnitt zurück. Das grundlegende Setup für die Suche nach Einstiegen war erfüllt. Nun musste nur noch der Supertrend-Indikator in der Einstellung 10 – 0,5 von rot auf grün springen. Es musste also zu einer positiven Tageskerze mit einer gewissen Volatilität kommen. Dies erfolgte am 25. August und zur Eröffnung am Folgetag konnte eine Longposition eingegangen werden. Als Absicherung für dieses Geschäft wurde ein Stoploss auf dem tiefsten Tief der letzten 5 Kerzen gelegt.

    Der erste Schritt ist damit gemacht. Wie wird nun mit offenen Positionen weiter verfahren? Hier haben Sie als Trader verschiedene Möglichkeiten. Diese hängen vor allem von Ihren persönlichen Präferenzen und Voraussetzungen ab. Warum dies so wichtig ist, erfahren Sie bspw. im von mir betreuten Ausbildungspaket hier auf Godmode Trader und soll hier nicht weiter besprochen werden. Das Ergebnis dessen ist jedoch, dass es das für alle gleichermaßen perfekte Management als solches nicht gibt. Aus diesem Grunde gebe ich Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten. Sie können dann für sich „passende“ Kombinationen bestimmen.

    Werfen Sie dazu einen Blick auf die folgenden Auswertungen. In Abbildung 1 sehen Sie den totalen Profit des Systems, wenn Sie mit einem Gewinnziel in Höhe des x-fachen Risikos arbeiten. Das Risiko wird bestimmt durch die Differenz des Signaltages zum Stoploss. Beträgt diese Differenz bspw. 3 Euro (Schlusskurs Signaltag = 95 Euro, Stoploss = 92 Euro) und Sie visieren ein Ziel in Höhe des dreifachen Risikos an, dann läge ihr Kursziel bei 95 + (3 * 3 Euro) = 104 Euro. Wie unschwer zu erkennen ist, steigt der Gesamtprofit mit zunehmend großen Kurszielen. Erst ab einer Größenordnung des siebenfachen Risikos als Profitziel bleibt die Performance auf einem ähnlichen Niveau.

    Simple-Handelsstrategie-für-ein-bullisches-Umfeld-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-2

    Chart wurde mit Tradesignal erstellt

    Die Gesamtperformance ist jedoch nur die eine Seite dessen, was Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Vor allem im emotionalen Bereich ist die Trefferquote nicht ganz unwichtig und wie sich diese in Abhängigkeit vom Kursziel verhält, sehen Sie in der nächsten Abbildung.

    Simple-Handelsstrategie-für-ein-bullisches-Umfeld-Rene-Berteit-GodmodeTrader.de-3

    Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

    Unschwer zu erkennen ist, dass zwar mit zunehmendem Kursziel der Gesamtprofit steigt, die Trefferquote aber sukzessive absinkt. Das ist eigentlich nur logisch, denn kleinere Kursziele werden nun einmal wahrscheinlicher erreicht, als große.

    Überlegen Sie sich, welche Kombination(en) aus Profitziel und Trefferquote für Sie in Frage käme. Haben Sie sich entschieden, gibt es bezüglich der vorgestellten Idee nur noch eines zu sagen: Wie eingangs geschrieben handelt es sich um einen Ansatz speziell für einen Bullenmarkt. Die hier präsentierten Statistiken wurden in genau solchen Marktphasen erzielt. Die Frage, ob wir im DAX respektive in den in ihm enthaltenen Aktien jetzt in eine solche Phase hineinlaufen, müssen Sie sich selbst beantworten. Es macht nur Sinn, den Ansatz zu nutzen, wenn Sie davon ausgehen, dass wir bspw. eine Jahresendrally im Markt sehen könnten. Die Saisonalität spräche dafür.

    Viel Erfolg

    Rene Berteit