Eine Zeit lang erfreute sich der Rainbow-Indikator nicht nur hier auf Godmode einer großen Beliebtheit. Dieser kann als trendfolgender Indikator eingesetzt werden, um sich in einen gerade entstehenden oder bereits laufenden Trend einzuklinken. Abbildung 1 zeigt den Rainbow-Indikator im Dax-Tageschart.

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    Spätestens mit Blick auf den Chart dürfte klar sein, woher der Indikator seinen Namen hat. Er sieht nicht nur schön bunt aus, sondern zeigt mit seinen vielen gleitenden Durchschnitten auf einen Blick, in welche Richtung kleine, mittlere oder auch größere Trends laufen.

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    Was kann der Rainbow leisten – oder nicht?

    Aufbauend auf dem Indikator gibt es natürlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Regeln für ein Handelssystem aufzustellen. Im vorliegenden Fall wurden folgende Regeln für den Einstieg genutzt:

    1. Für eine Neupositionierung darf keine bestehende Position existieren.
    2. Der gestrige Schlusskurs muss unter dem höchstliegenden Durchschnitt liegen.
    3. Der heutige Schlusskurs muss über dem Ausstiegs-Rainbow liegen (Ausstiegs-Rainbow siehe unten).
    4. Der heutige Schlusskurs muss oberhalb des höchsten Rainbow-Durchschnitts liegen.

    Etwas vereinfacht ausgedrückt, verlässt der Kurs für einen Einstieg den Rainbow-Bereich nach oben. Sofern die Regeln 1-4 erfüllt sind, kann zur morgigen Handelseröffnung eine Longposition eröffnet werden. Diese wird so lange gehalten, bis es zu einem Tagesschlusskurs unterhalb des Ausstiegs-Rainbows kommt. Im folgenden Beispiel wird hierfür ein EMA (64) genutzt. Zudem sind potentielle Ein- und Ausstiegssignale im Chart gekennzeichnet.

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    Der Test

    Während wir den Rainbow in seiner Grundeinstellung unangetastet lassen, haben wir mit dem Ausstiegs-Durchschnitt eine variable Größe eingebaut. Diese wollen wir nutzen, um verschiedene Zeithorizonte und deren Performance auszuloten. Eingesetzt wird der Rainbow dabei im Aktienhandel (Dividendenzahlungen bleiben vollständig unberücksichtigt, womit das Ergebnis gerade im dividendenstarken Dax unterschätzt wird). Abbildung 3 zeigt die zusammenfassende Statistik in Abhängigkeit davon, welcher Ausstiegs-Durchschnitt genutzt wurde. Die Performancekurve in Abbildung 4 spiegelt den Depotverlauf für die Einstellung von 100 Perioden beim Ausstiegs-EMA wieder. (Anmerkung: der Testzeitraum umfasst nicht die aktuellen Daten, sondern nur die bis 2017)

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    Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

    Persönliches Fazit

    Der Rainbow-Indikator ist im systematischen Ansatz sicherlich keine Wunderwaffe, kann dem Trader aber trotzdem Halt im ansonsten chaotisch erscheinendem Börsenumfeld geben. Da ausschließlich auf der Longseite gehandelt wird, hat der Ansatz im Rahmen länger anhaltender Bärenmärkte natürlich seine Probleme. Vergleicht man die Performance mit den zwischenzeitlichen Drawdowns, hat der Ansatz trotzdem seinen Reiz. Immerhin konnte in etwa das Dreifache des zwischenzeitlichen Kontorückgangs bis zum heutigen Tag verdient werden. Der Deutsche Aktienindex weist im Vergleichszeitraum ein deutlich schlechteres Chance-Risiko-Profil vor. Anfang 2000 standen die Kurse bei ca. 6500 Punkten und haben sich seitdem inklusive Dividende knapp verdoppelt. Zwischenzeitlich verlor der Index dabei aber auch bis zu 70 % an Wert. Setzen wir eine 100 % Rendite an ergibt sich damit ein CRV von etwas über eins. Dies kann der Rainbow-Ansatz toppen.

    Nicht desto trotz stellt sich natürlich die Frage, ob es Sinn macht, diesen Ansatz systematisch zu handeln. Dies bleibt jedem Trader selbst überlassen. Alternativ dazu kann die Systematik auch als begleitender Filter eingesetzt werden. In diesem Sinne viel Erfolg

    Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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