Auf meinem Investment- und Tradingdesktop Index-Manager verbinde ich genau diese zwei Aspekte. Zum Einen investiere ich dort mit langfristigen ETF-Strategien und komme gleichzeitig meinem Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle nach, indem ich die Märkte kurzfristig durch eine Tradingstrategie „absichere“.

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Dabei trenne ich klar zwischen Trading und Investieren, denn sonst kann es passieren, dass man sich plötzlich in einem kleinen Segelboot auf offenem Meer befindet.

Als Jugendlicher war ich in einem Segelclub. In Berlin und Brandenburg gibt es viele Gewässer. Ich hatte das Glück, dass mein Elternhaus einen Steinwurf von einem See entfernt liegt und ich damit als Kind viel Zeit auf dem Wasser verbringen konnte. In unserem Club segelten wir mit kleinen Jollen, aber gemeinsam nahmen wir als Team mit einem Segelboot für bis zu acht Mitglieder an Regatten teil.

Die Wettbewerbe fanden in ganz Deutschland statt, meist auf Seen, aber die Highlights waren die Regatten auf der Ostsee, z.B. die „Kieler Woche“ oder „Rund Hiddensee“.

Ich kann mich noch an eine Regatta auf der Ostsee erinnern, da zog ein so heftiger Sturm auf, dass es alle Boote, die gerade auf offenem Meer segelten, zum Kentern brachte.

Sie hatten keine Chance, der Wind und der Wellengang waren einfach zu stark für ihre Boote.

Zum Glück wurde niemand verletzt und alle wurden sicher von der Seenotrettung in den Hafen geschleppt. Aber der gebrochene Mast eines Segelkameraden zeigte uns allen, wie sehr wir die Gewalt des Meeres an diesem Tag unterschätzt hatten.

Als ich gestern vor Kunden über den Unterschied zwischen Trading und Investieren sprach, musste ich an den Sturm von damals zurückdenken.

Beim Trading ist es wie mit dem Segeln.

Man kann nicht jeden Tag rausfahren, denn es ist nicht jeden Tag geeignetes Wetter zum Segeln.

Manchmal fehlt der Wind, so wie auch an der Börse die nötige Volatilität fehlen kann.

Manchmal sind die Bedingungen auch schwierig, entweder ist der Wind zu stark oder die Sicht zu schlecht. An den Märkten gibt es Phasen, da sind die Kurse schwer einzuschätzen. Professionelle Trader bleiben da lieber draußen, z.B. vor wichtigen Nachrichten oder Events.

Das Investieren ähnelt hingegen der Hochseeschifffahrt.

Eine Überfahrt übers Meer dauert manchmal Tage oder Wochen.

Auf dem offenen Meer kann das Wetter von einer Minute zur nächsten umschlagen und man muss auf alle Bedingungen vorbereitet sein.

Für eine Ozean-Überquerung braucht man ein Boot, wohl eher ein Schiff, das möglichst jedem Sturm standhält.

Für die Börse heißt das, dass man Strategien anwenden und entsprechende Papiere im Depot halten sollte, die jedem Wellengang trotzen können.

Wer langfristig investiert, z.B. in den Aktienmarkt, muss auf alle möglichen Stürme vorbereitet sein.

Das bedeutet, dass es manchmal jahrelang Schönwetter geben kann und die Kurse nur steigen. Und dann, aus heiterem Himmel, taucht ein Sturm auf, wie ihn die Börse jahre- oder jahrzehntelang nicht gesehen hat.

Anleger haben es oft schwer, eine klare Linie zwischen Trading und Investieren zu ziehen.

Viele versuchen mit einem kleinen Segelboot den Ozean zu überqueren und erleiden dann natürlich beim ersten Sturm Schiffbruch.

Andere wollen langfristig investieren, haben auch gute Aktien oder Fonds im Portfolio, und kehren in den Hafen zurück, sobald schlechtes Wetter aufzieht.

Es gibt Finanzprodukte, die nicht für langfristige Überlegungen geeignet sind, weil sie Finanzierungskosten haben oder Barrieren auf der Zeit- und Preisebene, z.B. eine Laufzeit bei einem Optionsschein.

Und genauso macht es keinen Sinn mit guten Aktien oder Fonds auf kurzfristige Bewegungen zu spekulieren.

Ich habe gelernt klar zwischen Trading und Investieren zu trennen.

Beim Trading bin ich flexibel und achte auf das aktuelle „Börsenwetter“. Sobald ein Unwetter droht oder ich gegen zu starken Wind segele, hole ich die Segel ein und warte auf neue Gelegenheiten. Für das Trading bieten sich Hebelprodukte wie Optionsscheine, Knock-Out-Zertifikate oder CFDs an. Für das langfristige Investieren sind sie jedoch nicht geeignet.

Beim Investieren habe ich nämlich ein weites und lange in der Zukunft liegendes Ziel vor Augen. Ich will den Ozean überqueren, egal welche Stürme auf mich zukommen. Ich weiß, dass ich Finanzprodukte im Portfolio halte und Strategien im Portfolio anwende, die jedem erdenklichen Unwetter standhalten werden.

Ich brauche mir also für mein Investmentportfolio nicht den Kopf darüber zerbrechen, ob morgen Sonnenschein oder Regenwetter ist.

Welche Strategien das sein können und warum ich vor allem Investmentfonds, speziell ETFs, dafür einsetze, das können Sie auf meinem Guidants-Desktop Index-Manager kostenlos nachlesen und im Musterdepot beobachten.

Viele Grüße
Jakob Penndorf