Auf deutsch kommt dem WACC die Übersetzung „gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz“ am nächsten. Es beschreibt also die im Mittel von Investoren geforderte Rendite für das eingesetzte Kapital. Ein Unternehmen kann sich sowohl über Fremdkapital als auch über Eigenkapital finanzieren, woraus sich unterschiedliche Kapitalstrukturen ergeben. Die geforderte Eigenkapitalrendite ist grundsätzlich höher als die Fremdkapitalrendite, da im Insolvenzfall zunächst die Fremdkapitalgeber aus der Insolvenzmasse bedient werden. Somit besteht für Eigenkapitalgeber ein höheres Verlustrisiko für das sie mit einer höheren Rendite entschädigt werden müssen.

Rechenbeispiel: Nehmen wir an ein Unternehmen finanziert sich zu 75% über Fremdkapital und zu 25% über Eigenkapital. Der Verschuldungsgrad des Unternehmens beträgt somit 75%. Weiterhin hat das Unternehmen eine Fremdkapitalrendite von 4% und eine Eigenkapitalrendite von 8%, dann ergibt sich:

WACC = 0,75x0,04 + 0,25x0,08 = 0,05 = 5%

Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz des Unternehmens beträgt also 5%.