Mich persönlich fasziniert das Trading ungemein und diese Leidenschaft teile ich wahrscheinlich mit vielen anderen Tradern da draußen. Persönlich finde ich aber die Hintergründe, die sich beim Trading zeigen, ebenso spannend, wenn nicht sogar noch spannender. Wir erfahren sehr viel über uns selbst, manchmal auch Dinge, die wir gar nicht so genau wissen wollen. Wer erfolgreich sein will, sollte sich jedoch mit diesen Dingen auseinandersetzen und ein ganz großes Thema an der Börse ist die Angst.

Sobald etwas nicht rund läuft, ist Angst im Spiel!

Das Thema Angst ist im Trading allgegenwärtig. Viele unserer Handlungen basieren allein darauf, dass wir direkt oder indirekt Angst haben. Eine Angst kann uns in einen Trade treiben oder uns an einem solchen hindern. Aus Angst können wir zu früh einen Gewinn mitnehmen oder Positionen zu lange laufen lassen. Dabei ist es nicht so, dass immer nur eine Angst eine Rolle spielt. Vielmehr ist es meist ein Wechselspiel zwischen verschiedenen Ängsten. Kennen Sie noch Wippen aus Ihrer Kindheit. So in etwa verhält es sich auch mit der Angst. Auf beiden Seiten sitzt eine (oder mehrere) Angst und unten ist immer die Seite, wo die Angst am schwersten wiegt.

Ein typisches Beispiel dafür ist das Hinterherspringen in einen Trend. In der Regel beobachten viele Trader das Kursgeschehen bereits vor dem Hinterherspringen, kommen aber zu dem Schluss, dass der Kurs eigentlich zu weit gelaufen ist und deshalb beispielsweise konsolidieren und korrigieren müsste. Nun gibt es jedoch diese Trends, die weit über das normale Maß hinausschießen und mit jedem Cent, den die Aktie weiter steigt, steigt ihre Angst etwas zu verpassen. Jeder Cent, den Sie jetzt liegen lassen, hätte schließlich Ihr Gewinn sein können, denn grundlegend haben Sie ja einen Long-Bias. Auf der anderen Seite aber steht die Angst, unmittelbar nach ihrem Einstieg in eine Korrektur zu laufen. Zum Beginn Ihrer Überlegungen wird diese Angst überwiegen. Deshalb halten Sie sich in Ihrem Trading zurück. Je weiter der Kurs jedoch steigt, desto größer wird die Angst etwas zu verpassen und am Ende geben viele Trader klein bei. Die Wippe ist zur anderen Seite gekippt, Sie springen in den Trade und Just in dem Moment kommt die Korrektur.

Welche Angst handeln Sie?

Ich könnte unendlich viele Beispiele dieses Prinzips aufzählen. Eigentlich jeder Fehler, den man macht, lässt sich direkt oder indirekt auf dieses Wechselspiel zurückführen. Nicht immer ist dieses offensichtlich, wenn man sich jedoch die Zeit nimmt und genauer über die schiefgelaufenen Trades nachdenkt, entdeckt man meist wertvolles. Man lernt nicht nur viel über sich, sondern kann dieses Wissen natürlich auch nutzen, um sich zukünftig besser vorzubereiten.

Die Frage ist, welche Ängste Sie treiben. Nehmen Sie sich die Zeit und analysieren Sie die Trades, die ihnen in schlechter Erinnerung geblieben sind. Wann haben Sie emotional getradet? Wann sind Sie von Ihrer Strategie abgewichen, wann haben Sie Stopps gegen ihre Intention verschoben, wann das letzte Mal ungeplant im Verlust nach gekauft etc? Ich bin mir sicher, dass eine Analyse dieser Trades Erstaunliches hervorbringt. Fragen Sie sich einfach: Welche Angst hatte ich damals?

Mein Tipp: wenn Sie sich im Trading verbessern wollen, setzen Sie sich mit Ihren Fehltrades und Ihren Ängsten auseinander. Das ist nicht nur spannend, sondern extrem lukrativ. Sie werden sehen. Gerne helfe ich Ihnen dabei, beispielsweise im Rahmen der von mir betreuten Traderausbildung. Nächste Woche gibt es diesbezüglich übrigens ein Special: Sie wollen Trader werden? Webinar am 09. Juli!

Viel Erfolg

Rene Berteit