Offene Fonds

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Offene Fonds sind Anlegern im Gegensatz zu geschlossenen Fonds jederzeit zugänglich. Sie können börsentäglich gehandelt werden. Sie werden in der Regel über die emittierende Investmentgesellschaft erworben und verkauft. Das eingesammelte Geld wird nach der vorher festgelegten Strategie angelegt. Das Fondsmanagement investiert in einen oder mehrere Anlagebereiche (Aktien, Anleihen, Immobilien, Geldmarktpapiere). Investmentfonds müssen bei der Geldanlage den Grundsatz der Risikomischung beachten. Sie dürfen das Geld nicht nur in eine Aktie investieren. Durch die Streuung des Geldes auf verschiedene Anlagegegenstände wird das Risiko reduziert. Die Mindestanlagesummen sind sehr gering. Sparpläne sind oft schon ab 25 Euro möglich. Offene Fonds können in aktiv- und passiv gemanagte Fonds unterteilt werden.

Aktiv gemanagte Fonds

Bei aktiv gemanagten Fonds versucht der Fondsmanager durch eine aktive Auswahl der Wertpapiere ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen. Er beobachtet die Marktsituation laufend, mit dem Ziel, auf Marktveränderungen zu reagieren und die Benchmark (eine oder mehrere Vergleichsindizes) zu schlagen. Da diese Fonds mit relativ viel Aufwand für den Fondsmanager verbunden sind, fallen höhere Verwaltungskosten an. Die Transaktionskosten für Portfolio-Umschichtungen sowie die Verwaltungskosten schlagen auch auf die Wertentwicklung durch. Nur die wenigsten Fonds schaffen es dauerhaft, die Benchmark zu schlagen.

Passiv gemanagte Fonds

Passiv gemanagte Fonds sind darauf ausgelegt, einen vorgegebenen Index möglichst exakt nachzubilden. Beim Vergleichsindex kann es sich um den Aktienindex eines Landes oder einer Branche handeln. Als Vorlage kann auch ein globaler Index dienen. Aktienresearch seitens des Fondsmanagement entfällt bei passiv gemanagten Fonds.

Im Falle von passiv gemanagten Fonds stellt das Fondsmanagement die Depotwerte bei der Auflegung des Fonds in Anlehnung an einen zugrunde liegenden Index einmal zusammen und hält sie dann. Es wird nur dann im Portfolio umgeschichtet, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert: Wenn etwa ein Unternehmen aus dem Index fällt und ein anderes aufrückt. Kurz: Die Investmentgesellschaft entwickelt keine aktiven Anlagestrategien oder aufwendiges Research. Dadurch sind bei passiv gemanagten Fonds die Kosten meist deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

Mit dem Kauf eines passiv gemanagten Fonds können Investoren durch eine einzige Transaktion alle im Index enthaltenen Werte erwerben. Wollen Anleger etwa auf deutsche Blue Chips setzen, wählen sie einen Index-Fonds auf den DAX. Liegt das Anlegerinteresse mehr auf Mid Caps, kann auf MDAX-Fonds zurückgegriffen werden. Soll in große europäische Unternehmen investiert werden, bietet sich ein Index-Fonds auf den EURO STOXX 50.

Passiv gemanagte Fonds verfügen im Vergleich zu klassischen Investmentfonds über ein ausgesprochen hohes Maß an Transparenz. Während die Emittenten klassischer Investmentfonds nur zum Quartalsende ihre Portfoliostruktur offenlegen müssen, sind die Anteilseigner von passiv gemanagten Fonds über die aktuelle Zusammensetzung jederzeit informiert.

Exchange Traded Funds (ETF)

Der Begriff „Exchange Traded Funds“ (ETFs) wird mit „an der Börse gehandelter Fonds“ übersetzt. Im Gegensatz zu „normalen“ Aktienfonds handelt es sich bei ETFs um eine Art von Fonds, die wie börsennotierte Aktien auf einfache und effiziente Weise während der gesamten Börsenöffnungszeit handelbar sind.

Geschlossene Fonds

In geschlossene Fonds kann in der Regel nur während eines begrenzten Zeitraums investiert werden. Der Fonds wird geschlossen, sobald das angestrebte Eigenkapital eingesammelt ist. Sie investieren in festgelegte Investitionsobjekte. Gängige Investitionsgüter sind Schiffe, Immobilien und Anlagen zur Produktion von Erneuerbaren Energien (z.B. Solar- und Windparks). Zudem gibt es Fonds, die am Zweitmarkt Kapitallebensversicherungen erwerben, in Private-Equity-Gesellschaften oder Infrastrukturprojekte investieren. Mit geschlossenen Fonds können Privatanlegern also in Asset-Klassen investieren, die ihnen als Einzelanleger verwehrt blieben. Mit dem Kauf von Anteilen an geschlossenen Fonds wird der Anleger Unternehmen, mit den entsprechenden wirtschaftlichen Risiken. Der Ertrag dieser Anlageform hängt vom wirtschaftlichen Erfolg des Investitionsobjekts ab. Geschlossene Fonds haben in der Regel eine Laufzeit von mehreren Jahren. Während der Laufzeit hat der Anleger keinen Anspruch auf Rückgabe des Anteils. Vor Abwicklung des Fonds können die Anteile nur über den Zweitmarkt veräußert werden. Anlagen in geschlossenen Fonds sind oft erst ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro möglich.