Als Daytrading bezeichnet man den sehr kurzfristigen Handel von Wertpapieren und Finanzinstrumenten, bei denen Positionen in der Regel am selben Tag geöffnet und wieder geschlossen werden. Viele Menschen träumen von einer "Karriere" als Daytrader: Statt einer regulären Arbeit nachzugehen, glauben sie, durch den kurzfristigen Börsenhandel kinderleicht viel Geld zu verdienen und ein sorgenfreies Leben führen zu können.

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Doch die Realität sieht anders aus: Die große Mehrzahl der privaten Daytrader verliert Geld. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, bei der die Performance sämtlicher privaten Daytrader ausgewertet wurde, die in Brasilien zwischen 2013 und 2015 zum ersten Mal mit Aktien-Futures handelten. Obwohl es sich um eine Studie zum brasilianischen Markt handelt, dürften die Ergebnisse auch auf andere Märkte übertragbar sein.

Insgesamt wurden von der Studie 19.646 neue Daytrader in Brasilien im Zeitraum von 2013 bis 2015 erfasst. Von diesen Daytradern hielten insgesamt 1.551 Personen mehr als 300 Tage durch. Doch die Performance der mehr als 300 Tage "überlebenden Trader" war ernüchternd: Nur drei Prozent der Trader war nach Kosten profitabel. 97 Prozent verdienten kein Geld oder verzeichneten sogar große Verluste.

Doch auch die Gewinne der Gewinner waren eher ernüchternd und hatten oft wenig mit dem Traum von einem sorgenfreien Leben zu tun: Nur 17 Personen (1,1 Prozent der Trader, die mehr als 300 Tage durchhielten) verdienten nach Kosten durch ihr Trading mehr als den brasilianischen Mindestlohn (umgerechnet 16 Dollar pro Tag). Nur 8 Personen (0,5 Prozent) verdienten mehr als das Einstiegsgehalt eines brasilianischen Bankmitarbeiters (54 Dollar pro Tag) und sie erzielten dieses Ergebnis nur mit einer sehr hohen Standardabweichung. Das bedeutet: Die Gewinne (bzw. Verluste) schwankten von Tag zu Tag sehr stark. Immerhin sieben Personen verdienten durchschnittlich mehr als 100 Dollar am Tag. Die am besten abschneidende Person verdiente durchschnittlich 310 Dollar pro Tag.

Die Studie zeigt vor allem zweierlei:

  • Anders als vielfach behauptet, ist Daytrading keineswegs kinderleicht, sondern im Gegenteil ein sehr hartes Geschäft, in dem es nur sehr wenigen privaten Tradern gelingt, dauerhaft Geld zu verdienen.
  • Es gibt allerdings eine kleine Anzahl von Tradern, die durch Können (oder Glück) tatsächlich sehr große Gewinne einfahren.

Erfahrungsgemäß kommen weitere Punkte hinzu:

  • Private Trader schneiden in der Regel um so schlechter ab, je kurzfristiger ihr Handel ausgerichtet ist. Als Buy-and-hold-Anleger kann man langfristig wenig falsch machen. Als Daytrader aber sehr viel. Trotzdem gibt es Profis, die auch mit dem sehr kurzfristigen Handel viel Geld verdienen können. Wie es funktioniert zeigt zum Beispiel der "Short Term Trader" von Ingmar Königshofen.
  • Wer zu den Gewinnern gehören möchte, für den ist umfassendes Börsenwissen und große Erfahrung unabdingbar. Wissen und Erfahrung garantieren zwar noch keine Börsengewinne, sind aber trotzdem die zwingende Voraussetzung für jeden, der den Handel an der Börse nicht nur als kopfloses Glückspiel begreift, sondern der nachhaltig Geld verdienen möchte. Eine umfassende Börsenausbildung bietet zum Beispiel der erfahrene Trading-Coach Rene Berteit an. Seine "Trader Ausbildung" umfasst 16 Wochen Betreuung, Video-Coaching, selbstbestimmtes Lerntempo, 4-wöchige Trading-Phase und Abschlusstest. Nehmen Sie Ihre Trading-Ausbildung jetzt in die Hand! Hier informieren!

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