Es scheint, als haben die Deutschen das Zocken für sich entdeckt. Auf diese Idee könnte man jedenfalls kommen, wenn man sich die aktuellen Handelsaktivitäten auf Tradegate anschaut. Der Kassamarkt hat gerade einmal ein paar Minuten geöffnet und an einer der beliebtesten deutschen Börsen wurde schon vorbörslich kräftig gehandelt. Dabei tauchen in den letzten Tagen immer wieder Aktien auf, die sonst keiner auf dem Schirm hatte bzw. die zuletzt in verschiedenen Medien gepusht wurden. Heute sind dies:

Windeln.de

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WINDELN.DE SE KONV. O.N.

Adler Modemärkte

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Adler Modemärkte AG

CureVac

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CureVac N.V. Namensaktien o.N.

BioNTech

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BioNTech SE

AMC Entertainment

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AMC Entertainment Holdings Inc

Vor allen Dingen drei dieser fünf Aktien stechen deutlicher vor. Zwar gehören auch CureVac und BioNTech irgendwie zu der Kategorie „Modeaktien“, jedoch haben die Trends hier zumindest einen fundamentalen Background. Etwas anders sieht es hingegen bei Windeln.de, Adler Modemärkte und AMC aus. Hier werden mehr oder minder marktenge Werte aktiv getradet und wenn hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot trifft, explodieren die Kurse gerne. Was viele Spekulanten dabei aber vergessen ist, dass es genauso in die andere Richtung gehen kann und früher oder später gehen wird.

Mitmachen oder schnell das Weite suchen?

Als Trader und Tradingcoach weiß ich, wie verlockend solche Aktien sind. Wer weiß, was er tut, kann um diese herum auch eine höchst erfolgreiche Handelsstrategie aufbauen. Genau das machen die Profis auch aktuell. Ich vermute jedoch, dass viele private Trader nicht genau wissen, worauf sie sich hier einlassen. Vordergründig mag Ihnen zwar bewusst sein, dass man einfach nur ein wenig „zockt“, aber insgeheim haben alle die Hoffnung, zu gewinnen und das kräftig. Wenn dann das Gegenteil eintritt, schlagen die Emotionen große Wellen und das kann und wird meist teuer.

Noch schlimmer dürfte es fast sein, wenn man mit solchen Aktien durch Glück gewinnt. Gerne wird an dieser Stelle Glück mit Können verwechselt und was einmal klappt, klappt auch ein zweites, drittes und viertes Mal. Je öfter es klappt, desto sorgloser wird man und ich habe es oft genug gesehen, dass man beim letzten Trade, den man in diesem Spiel macht, die mit Abstand größte Position besitzt. Das ist natürlich genau der Trade, der dann zum Drama wird.

Momentumtrading & Risiko & Moneymanagement & Co!

Überlegen Sie sich also ganz genau, ob Sie bei diesem Spiel mitspielen wollen – bevor Sie das erste mal aktiv werden! Wenn Sie sich dafür entscheiden, sollte es tatsächlich entweder nur ein einmaliger Zock mit überschaubarem Kapitalanteil werden oder Sie denken am besten bereits vor ihrem ersten Trade in einer solchen Aktie daran, sich für diese Art des Tradings eine erfolgreiche Strategie zurechtzulegen. Sie werden dann zum Newstrader i.w.S.

Meiner Meinung nach hat eine solche Strategie drei Eckpfeiler. Zum einen dürfte es sich um eine Art Momentumtrading handeln. Darüber hinaus agiert man kurzfristig. Bei solchen Volatilitäten kann es tödlich sein, zu lange zu zögern und zu warten. Wir wollen diese Volatilität für uns nutzen und nicht zuschauen, wie der Kurs nach satten Gewinnen plötzlich dreht und mit voller Wucht in unser Stop-Loss läuft. Genauso wenig Spaß macht es, zunächst auf starken Gewinnen zu sitzen, aber nicht zu merken, dass die Story vorbei ist. Selbst wenn der Kurs dann nicht dynamisch gegen uns läuft, kann er lange Zeit in die für uns falsche Richtung mit normaler Volatilität dahinsiechen. Wer dann noch hofft, alte Gewinne wiederzusehen, wird über Wochen und Monate zuschauen dürfen, wie seine Gewinne weiter dahinschmelzen.

Noch problematischer ist es natürlich, wenn das letzte Szenario unmittelbar nach dem eigenen Einstieg einsetzt und wir nicht über Gewinne, sondern zunehmende Verluste sprechen. Da der Kurs nicht dynamisch fällt, haben viele Trader in solchen Phasen die Hoffnung, dass der Kurs ja noch einmal nach oben durchstarten könnte. Dann will man auf alle Fälle aussteigen, weil man gemerkt hat, dass der eigene Einstiegspreis schlecht gewesen ist. Und nichts ist emotional anstrengender, als immer wieder die Hoffnung zu haben, doch noch mit einem blauen Auge davonzukommen, in der Realität aber jeden Tag aufs Neue sehen muss, wie der Kurs in die falsche Richtung läuft.

Das waren jetzt nur zwei von vielen möglichen Szenarien im Trading solcher Aktien, die die meisten Trader vor finanzielle und emotionale Herausforderungen stellen, die man so eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte. Man wollte doch einfach nur schnell gutes Geld verdienen.

Der dritte Aspekt, der beim Trading solcher Werte eine extrem wichtige Rolle spielt, ist das Risiko- und Moneymanagement. Bedingt durch die hohe Volatilität muss man ein Augenmerk auf seine Positionsgröße haben. Man sollte sich zudem bewusst sein, dass diese Volatilität in beide Richtungen ausschlagen kann. Gleichzeitig wissen wir zu keinem Zeitpunkt, ob die Volatilität erhalten bleibt, kleiner wird oder zunimmt. Alle drei Varianten muss man bei der eigenen Wahl der Positionsgröße und beim Management des Trades berücksichtigen, wenn man mit dieser Art des Tradings langfristig erfolgreich sein will.

Der letzte wichtige Punkt in diesem Spiel besteht in der Tradingfrequenz. Ein Trader, der sich auf diese Art des Handelns spezialisiert hat, interessiert sich nicht für das aktuelle Investment. Für ihn ist der aktuelle Trade in Windeln.de oder AMC nur einer von vielen. Gerade in den USA gibt es nahezu täglich Aktien, die durch die Decke gehen und zweistellige bzw. dreistellige prozentuale Gewinne an nur einem Tag erzielen. Meist gibt es zu diesen Aktien entsprechende News, womit oft auch die Recherche beginnt. Technisch kann man sich dabei auf prozentuale Veränderungen im vorbörslichen Handel und das Volumen konzentrieren, um mögliche Tradingkandidaten für den Tag zu finden. Wenn beides überproportional groß ist, könnte es sich um eine spannende Aktie für den heutigen Tag handeln.

Gleichzeitig - und das ist ebenfalls extrem wichtig - sollten die Kosten in Form des Spreads überschaubar sein. Wir brauchen also zumindest zum Zeitpunkt des eigenen Handels einen liquiden Wert mit einer kleinen Bid-Ask-Spanne, damit uns diese Kosten nicht auffressen.

Ein Tradingstil kommt in Mode!

So langsam aber sicher beschleicht mich das Gefühl, dass das Newstrading/Momentumtrading „kleiner“ Aktien auch hierzulande an Popularität gewinnt. Ein wenig Sorge machen mir dabei die teils illiquiden Aktien, die hier gezockt werden. Sofern man sich jedoch für diesen Tradingstil entscheidet/interessiert, sollte man es auch professionell angehen. Ein paar wichtige Eckpfeiler dieses Tradingstils habe ich Ihnen vorgestellt. Entscheidend ist aber noch ein weiterer. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie überhaupt für diese Art des Tradings geeignet sind!

Falls Sie unsicher sind oder allgemein mehr über das Trading bzw. im speziellen über dieses Trading wissen wollen, ergibt sich heute eine gute Chance. Heute um 18:00 Uhr startet ein kostenloses Q&A-Webinar zu der von mir betreuten Traderausbildung. Ich werde Ihnen in diesem zeigen, was die Traderausbildung beinhaltet und was nicht. In ihrer Konzeption deckt sie nämlich auch die hier beschriebene Art des Tradings ab. Wer es also beim Handeln von Windeln.de, AMC & Co professionell angehen möchte, aber nicht weiß wie, könnte einen Blick auf die Traderausbildung werfen. Sie haben Fragen dazu? Dann tragen Sie sich das heutige Webinar um 18:00 Uhr in ihren Terminkalender ein, denn ich habe auch noch ein Geschenk im Wert von 400 EUR für die Teilnehmer, die sich für die Traderausbildung entscheiden. Hier geht es zur Anmeldung: Q&A-Webinar zur Trader-Ausbildung!

Viel Erfolg

Ihr Tradingcoach Rene Berteit