Liebe Leserinnen und Leser,

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Die großen US Indizes Dow Jones, S&P500 und Nasdaq100 kletterten in den vergangenen Tagen mit der Aussicht auf neue Zinssenkungen auf neue Allzeithochs. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten waren deutlich besser als erwartet und setzten damit den Positivtrend der Vormonate weiter fort und es gibt aktuell wenig Anzeichen für deflationäre Tendenzen. Bei genauerem Hinschauen gibt es aktuell somit wenig konkrete ökonomische Argumente für eine erneute Zinssenkung in Übersee. Dennoch geht der Markt aktuell für Ende Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 67,2 % von einer Zinssenkung um 25 Basispunkte aus. Zu 32,8 % rechnet man sogar mit einem Zinsschritt von 50 Basispunkten. Wahrscheinlich weiß die Federal Reserve mehr als ich…Schaut man sich den Leitzins der Eurozone an muss man davon ausgehen, dass sich diese seit 5 Jahren in einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen der Geschichte befinden muss: Nur so lässt sich erklären, warum die EZB den Zeitwert des Geldes komplett abgeschafft hat mit ihrer jahrelangen Nullzinspolitik. Diese ist sicher in Notsituationen vertretbar, sollte allerdings kein Dauerzustand sein. Für die Politiker in Berlin, Paris und Brüssel ist es natürlich ein sehr komfortabler Zustand, dort brauch man sich somit weniger Gedanken machen um fiskalpolitische Impulse und notwendige Strukturreformen – die EZB wird`s schon richten. Die Zeche bezahlen am Ende im Übrigen Sie (und ich auch)...

Ihr Henry Philippson

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