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nach fast zwei Jahren Handelskonflikt haben die USA und China endlich ein erstes Abkommen unterzeichnet, dem eine umfassendere Vereinbarung, sog genannte Phase 2, folgen soll. Unter anderem sieht der Deal vor, dass China in den nächsten zwei Jahren 200 Mrd. US-Dollar mehr an Gütern aus den USA importiert und dass die USA Zölle auf China-Importe im Volumen von 110 Mrd. US-Dollar auf 7,5 % halbiert und angekündigte Zölle im Umfang von 160 Mrd. US-Dollar vollständig streicht.

Vor allem die Verpflichtung Chinas, die Importe aus den USA auf 200 Mrd. Dollar zu steigern, erscheint anspruchsvoll, wenn nicht unmöglich. Ein Analysehaus hat ausgerechnet, dass Peking den Amerikanern in diesem Szenario jedes Jahr 4.500 Tonnen Sojabohnen abkaufen müsste - das ist selbst im Rekordjahr 2016 nicht annähernd gelungen. Bei anderen Agrargütern auf der Liste liegt der Fall ähnlich. Kann China diese Bedingungen nicht erfüllen, tritt ein Mechanismus ein, bei dem am Ende wieder höhere US-Zölle herauskommen können. Der Handelskonflikt droht zum perpetuum mobile zu werden.

Ihr Bernd Lammert

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