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die Ölpreise nähern sich langsam aber sicher wieder ihrem Niveau an, auf dem sie vor den Anschlägen auf die wichtigste saudische Ölraffinerie am Wochenende notierten. Die Attacken, vorgeblich von jementischen Rebellen, mutmaßlich aber vom Iran aus gesteuert (wobei Teheran dies vehement bestreitet), ließen die Ölpreise zu Wochenbeginn in einer ersten Reaktion um bis zu 20 Prozent in die Höhe schnellen. Doch schon am gleichen Tag setzte eine Gegenbewegung ein, am Ende stand ein Preisaufschlag von immerhin noch 8 % auf den internationalen Kurstafeln.

Mittlerweile haben sich die Referenzsorten Brent und WTI weiter verbilligt. Saudi-Arabien wird den Schlag schnell kompensiert haben und keine nachhaltigen Produktionseinbußen verzeichnen. Und bisher haben auch die Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien auf der einen und Iran auf der anderen Seite noch nicht solch ein Ausmaß erreicht, dass die Preise aus Gründen ständig neuer Eskalationen anziehen. Noch ist aber nicht aller Tage Abend, die Lage im Nahen Osten bleibt fragil.

Ihr Bernd Lammert

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