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das Coronavirus hat auch den globalen Ölmarkt infiziert und die Preise zuletzt stark unter Druck gesetzt. Die Notierungen sind seit Jahresbeginn um in der Spitze 18 % eingebrochen. Der Preis für Brent fiel vorübergehend unter 53 US-Dollar/Barrel. Grund der Talfahrt ist die Corona-Epidemie in China. Das Land steht in Teilen still, die Ölnachfrage ist kollabiert, die Lagerbestände quellen über, China braucht derzeit massiv weniger Öl. Zudem sorgt die Krankheit weltweit für eine deutliche Abschwächung der Kerosin-Nachfrage.

Jenseits der kurzfristigen Schwächung der Ölnachfrage durch das Coronavirus lastet auch ein struktureller und damit langfristig negativer Effekt auf dem Rohstoff: Denn durch das Coronavirus verschärft sich die ohnehin gestörte Angebots-Nachfrage-Relation am Ölmarkt zusätzlich. Der Ölüberhang wird größer. Sollte sich nun die OPEC+ auf eine zusätzliche Förderdrosselung einigen, ist noch lange nicht mit einer Preiserholung zu rechnen. Der Ölmarkt bleibt auf Sicht überversorgt.

Ihr Bernd Lammert

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