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am Edelmetallmarkt sorgten zuletzt nicht die „üblichen Verdächtigen“ Gold oder Silber für Schlagzeilen, sondern eher die zweite Reihe: Platin und vor allem Palladium. Der Grund: Zu Beginn dieser Woche wurde am Rohstoffmarkt über 1.000 US-Dollar für die Feinunze Palladium gezahlt. In diesem Jahr gehört das Edelmetall zu den Highflyern. Der Preis kletterte schon um rund 55 Prozent - dreimal so viel wie beim Gold. Inzwischen ist Palladium auch mehr wert als das Schwestermetall Platin.

Die Rekorde aus dem Jahr 2008 scheinen vorbei zu sein. Damals wurden kurzzeitig mehr als 2.200 Dollar je Feinunze für Platin gezahlt, Palladium gab es schon für weniger als 500 Dollar. Angetrieben wird Palladium von der lebhaften Nachfrage aus der Automobilbranche. Das Metall wird wie Platin in Katalysatoren benötigt, doch nur bei Benzinern eingesetzt. Platin dagegen kommt in dieselbetriebenen Fahrzeugen. Der Diesel-Skandal lässt grüßen. Die Nachfrage schmilzt, weil sich Diesel nicht mehr so gut verkaufen lassen. Der Platin-Preis tritt entsprechend auf der Stelle. Dagegen Palladium: Kräftige Nachfrage bei knappem Angebot: Einen Preis von über 1.000 Dollar je Feinunze dürften wir bestimmt noch des Öfteren sehen.

Ihr Bernd Lammert

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