Der DAX tastet sich robust in Regionen vor, in denen nie zuvor ein Mensch gewesen ist.

    Die Menschen sind angetan von der Entwicklung beim DAX, sind aber auch in tiefer Sorge über die konjunkturelle Entwicklung.

    Dennoch scheint sich nun erneut wieder etwas zu ereignen, was wir bereits vor gut einem Monat in den USA gesehen hatten: Die Aktienindizes stiegen damals auf neue Langzeithochs, und die Umschichtung von Geldern vom Goldmarkt in den Aktienmarkt drückte den Goldpreis nach unten.

    Jetzt könnte das gleiche erneut anstehen, nur dieses Mal ausgelöst durch den Anstieg des DAX. Ich möchte diese These charttechnisch begründen:

    Gold hat in den vergangenen acht Handelsstunden versucht einen Boden auszubilden. Ein vergeblicher Versuch: Gleichzeitig bildete der DAX um 14 Uhr den dritten Stundenschlusskurs oberhalb des Langzeithochs aus dem dritten Quartal 2007 von 8151,57 Punkten aus.

    Maßgeblicher Beschleuniger der ersten Verkaufswelle, die den Goldpreis am 16. April auf 1321,50 USD/Unze fallen ließ, war die Umschichtung von Geldern aus dem Goldmarkt in den Aktienmarkt, zu sehen etwa an historischen Mittelabflüssen aus Gold-Fonds und spürbaren Zuflüssen in Aktienfonds. Damals notierten nur die amerikanischen großen Indizes über ihren Langzeithochs. Jetzt tastet sich auch der DAX dorthin vor.

    Es ist am heutigen Tag noch damit zu rechnen, dass Gold neue Tiefs unterhalb von 1440 USD/Unze ausbildet, mit dem Potenzial mit weiteren schnellen Abgaben bis 1426 USD/Unze und darunter.