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    New York (BoerseGo.de) – Letzten Monat hat sich der weltgrößte Anleihen-Verwalter Pimco offiziell vollständig von allen US-Staatsanleihen getrennt. Zwischenzeitlich hat Gründer und Co-Investmentchef von Pimco, Bill Gross, vor der Zahlungsunfähigkeit der USA gewarnt und gleichzeitig gefragt, wer wohl nach dem Auslauf der zweiten Runde der lockeren Geldpolitik(QE2) weiterhin Staatsanleihen kaufen werde. Nunmehr ist Pimco in seiner Haltung noch aggressiver geworden. Pimco setzt nunmehr bei US-Staatsanleihen auf fallende Kurse. Genau gesagt hat Pimco mit drei Prozent seines Portfolios US-Staatsanleihen geshortet.

    Diese Haltung kann keine große Überraschung sein, wenn man in Betracht zieht, wie negativ sich Gross über US-Staatsanleihen geäußert hat. Gleichwohl bedeutet es eine gewaltige Kehrtwendung, dass der größte Anleihe-Verwalter der Welt, der in den letzten Jahren mit dem Setzen auf einen bullischen Bondmarkt ein Vermögen gemacht hat, nunmehr bei US-Staatsanleihen short geht. Das dies bei den Ängsten über die US-Staatschuld kommt, vergrößert die Probleme.