Houston (BoerseGo.de) - Der britische Energiekonzern BP war mit seinem Versuch, das Ölleck bei der defekten Bohrinsel im Golf von Mexico zu schließen, möglicherweise erfolgreich. Auf den Videobildern sehe es so aus, als ob nur noch Bohrschlamm und kein Öl mehr aus dem beschädigten Bohrloch ausströme, sagte BP-Einsatzleiter Doug Suttles nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auf einer Pressekonferenz in Louisiana. Gewissheit habe man aber noch nicht, da das ausströmende Material nicht aufgefangen werden könne. "Wir wissen erst, dass wir erfolgreich waren, wenn nichts mehr fliest", wird der BP-Manager von Reuters zitiert.

    Seit Mittwoch wird mit Hilfe von Unterwasser-Robotern schwerer Schlamm unter Hochdruck in das Bohrloch in 1.600 Meter Tiefe gepumpt. Anschließend soll es dann mit Zement versiegelt werden. Die Erfolgschancen des sogenannten Top-Kill-Verfahrens bezifferte Konzernchef Tony Hayward auf 60 bis 70 Prozent. Bislang funktioniere alles nach Plan.