London (BoerseGo.de) - Das World Gold Council (WGC) rechnet mit einer Verdopplung der mengenmäßigen chinesischen Goldnachfrage binnen zehn Jahren. Die Investmentnachfrage und die zunehmende Beliebtheit von Goldschmuck seien die beiden Wachstumstreiber der erwarteten Nachfrageerhöhung.

    "Beim Schmuck lässt sich festhalten, dass der chinesische Pro-Kopf-Verbrauch mit 0,26 Gramm der niedrigste ist im Vergleich zu anderen Nationen mit einer historischen Vorliebe für Gold. Sollte der Goldkonsum auf Mengen wie in Indien, Hongkong oder Saudi Arabien steigen, würde die chinesische Nachfrage um 100 (sic!) bis 4000 Tonnen ansteigen, und das nur im Schmucksektor", schreiben die WGC-Analysten.

    In sechs Jahren könnten allerdings die chinesischen Goldminen erschöpft sein.

    "Während der vergangenen Dekade haben chinesische Goldminen ihre Produktion um 84% erhöht, die chinesischen Reserven machen aber nur 4% der weltweit bewiesenen Reserven aus. Wenn man davon ausgeht, dass diese Daten korrekt sind, schätzt das WGC, dass die chinesischen bewiesenen Goldreserven in sechs Jahren erhöpft sein könnten."