Der Autohersteller DaimlerChrysler hat sein Gewinnziel für das Gesamtjahr 2006 deutlich reduziert.
    Am vergangenen Montag hatte die Credit Suisse bereits auf die verschlechterten Bedingungen der US Wirtschaft hingewiesen. In der aktuellen Studie "US Consumer Deteriorates" nehmen die Analysten das Umfeld des Autobauers wie auch die Aktie selbst unter die Lupe.

    DaimlerChrysler schockte die Anleger am vergangenen Freitag mit einer Gewinnwarnung und gab bekannt, dass der Verlust im dritten Quartal 2006 1,2 Milliarden Euro betragen werde. Im Juli wurde diese Zahl noch auf 500 Millionen beziffert. Die DaimlerChrysler Group geht für das Gesamtjahr nur noch von einem operativen Gewinn von 5 Milliarden Euro aus. Bislang hatte die Gesellschaft mehr als 6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

    Der Autobauer bekommt das schwierige Marktumfeld in den USA besonders zu spüren. So tragen unter anderem die hohen Kraftstoffpreise dazu bei, dass sich die Nachfrage hin zu kleineren Fahrzeugen entwickelt, während bei Chrysler Geländewagen, Pickups und Mini-Vans immer noch einen Großteil des Sortiments ausmachen.

    Credit Suisse geht nach eigenen Schätzungen nunmehr anstelle des Erreichens des Break Even von einem Fehlbetrag in Höhe von einer Milliarde Euro aus. Die Investmentbank reduziert die Erwartungen beim EBIT auf eine Milliarde Euro für dieses Jahr und 300 Millionen Euro Verlust für 2007. Als weitere potentielle Belastungsfaktoren nennen die Analysten eine rückläufige Tendenzen am LKW Markt, höhere Kreditrisiken sowie geringere Gewinnmargen bei EADS. Auf Basis der aktuellen Zahlen bestätigt die Investmentbank ihr Rating “Underperform”. Das Kursziel wird im Zuge der korrigierten Erwartungen von 38 Euro auf 36 Euro gesenkt.