Credit Suisse bekräftigen für den europäischen Versicherungssektor die Einstufung „market weight“.

    Es sei offensichtlich, dass sich der Wettbewerb insbesondere im Bereich Wohngebäude- und Sachversicherungen in den vergangenen Monaten verschärft habe. Dies habe sich in den Quartalsergebnissen der Anbieter spürbar niedergeschlagen. Die Kursverluste bei Aktien und Bonds dürften wiederum die Buchwerte der Unternehmen signifikant verringern.

    Sofern die Anleihen-Renditen fortgesetzt steigen sollten, sei auch eine weitere Wettbewerbsverschärfung bei den Sachversicherern wahrscheinlich. Höhere Renditen würden die Versicherer dazu bewegen, viel Neugeschäft anzustreben, um die Prämien mit hohen Renditen anlegen zu können. Steigende Inflationsraten wiederum dürften die Belastungen aus Schadensleistungen erhöhen und deshalb die Bildung höherer Reserven forcieren. Sämtliche dieser Faktoren seien auf lange Sicht wertvernichtend. Ihr Einfluss werde sich nichtsdestotrotz in den kommenden Jahren verstärkt niederschlagen.

    Insgesamt seien die erzielbaren Prämien im Rückversicherungsbereich derzeit höher, so dass Anleger bevorzugt Engagements in große Rückversicherungskonzerne tätigen sollten. Vor diesem Hintergrund stufe man die Titel der Münchener Rück weiterhin mit „outperform“ und einem reduzierten Kursziel von 126 Euro ein.

    Im Sach-Bereich sei die Allianz-Aktie weiter der bevorzugte Titel mit einem reduzierten Kursziel von 142 Euro. Die Titel der Allianz würden derzeit nur mit dem 1,48fachen ihres Buchwerts gehandelt. Zudem habe der Konzern im vergangenen Jahr zusätzliche Risiko-Rückstellungen im Umfang von 1,2 Milliarden Euro gebildet, anstatt diese abzubauen.

    Für die Titel des britischen Versicherers Aviva bekräftige man die Einstufung „neutral“ und das Kursziel von 829 Pence.