Mainz (ots) -

Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 20.15 Uhr

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Sie identifizieren sich selbst als das andere Geschlecht, als
zwischen den Geschlechtern oder als ein bisschen von allem.
Filmemacher Béla Batthyany hat Menschen in ihrem Alltag begleitet,
die zu Beginn ihres Lebens im falschen Geschlecht lebten. 3sat zeigt
den Zweiteiler "Das Geschlecht der Seele - Transmenschen in der
Schweiz" am Mittwoch, 16. Januar 2019, ab 20.15 Uhr.

Schon als kleines Kind fühlte sich Andrea als Mädchen, obwohl sie
unter dem Namen Andreas als Junge großgezogen wurde. Heimlich zog er
die Kleider seiner Mutter an, bis ihn der Vater erwischte und mit dem
Kinderheim drohte. Über 40 Jahre verdrängte Andrea dieses Geheimnis.
Nicht einmal seiner Frau Nelly vertraute Andreas sich an, trotz 25
Jahren Ehe. Abends zog er los, spazierte durch die Dunkelheit -
manchmal mit etwas Lippenstift oder in einem Rock. Als Nelly
schließlich die Wahrheit erfuhr, war das ein Schock. Was wird aus
ihrer Ehe? Jetzt heißt Andreas Andrea und nimmt seit zwei Jahren
regelmäßig Hormone zu sich. Auch eine geschlechtsangleichende
Operation ist geplant. Andrea hat davor keine Angst, doch Nelly
wünscht sich, Andrea würde sich nicht so schnell verändern. Sie fühlt
sich ihrem Mann immer noch stark verbunden. Trotz der großen
Veränderungen und Herausforderungen wollen die beiden
zusammenbleiben. Béla Batthyany hat das Ehepaar ein Jahr lang
begleitet.

Im zweiten Teil von "Das Geschlecht der Seele - Transmenschen in
der Schweiz" stellt der Schweizer Filmemacher den 43-jährigen
Transmann Nico Gaspari vor. Bei der Geburt wurde er dem weiblichen
Geschlecht zugeordnet. Nico spritzt sich seit 16 Jahren regelmäßig
Testosteron. Von seiner Transidentität wussten seine Kollegen im
Altersheim, in dem er als Pflegekraft arbeitet, lange nichts. Nico
wollte dies am Arbeitsplatz nicht zum Thema machen. Rechtlich gesehen
ist Nico Gaspari dazu nicht verpflichtet. Transfrauen haben es
diesbezüglich oft schwerer: Caroline Schürch, 55, ist in einem
biologisch männlichen Körper geboren. Früher war sie verheiratet und
Vater dreier Kinder. Mit der Transition brach die Familie
auseinander, und Caroline verlor ihre Arbeit. Simon und Renja Kägi,
beide 22, sind heute Bruder und Schwester, geboren wurden die beiden
als eineiige Zwillingsschwestern.Simon ist heute glücklich. Seine
männliche Identität gibt ihm Selbstsicherheit.

Die zweiteilige Dokumentation als Video-Stream im
3sat-Pressetreff: https://ly.zdf.de/IDq/

Ansprechpartnerin: Claudia Hustedt, Telefon: 06131 - 70-15952;
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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon:
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Quelle: Presseportal