Frankfurt (BoerseGo.de) - Schwache Immobiliendaten aus den USA haben den deutschen Aktienmarkt heute belastet. Bis zum Xetra-Schluss büßte der DAX 1,36 Prozent auf 4.932,88 Punkte ein. Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser fiel im April mit 352.000 geringer aus als erwartet. Zudem wurde der März-Wert nach unten revidiert.

    WERBUNG

    In Deutschland fielen die Konjunkturdaten gemischt aus. Die Arbeitslosenzahl ist im Mai überraschend deutlich um 127.000 gegenüber dem Vormonat gesunken. Die Arbeitslosenquote ging damit um 0,4 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent zurück. "Die Frühjahrsbelebung hat den Arbeitsmarkt in diesem Jahr verspätet erreicht und bringt einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

    Düster sieht es dagegen beim Maschinen- und Anlagenbau aus. Der Auftragseingang ist im April so stark eingebrochen wie noch nie. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, lagen die Bestellungen um real 58 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres.

    Unter Druck geraten sind heute vor allem die Aktien der Nutzfahrzeug- und Automobilhersteller. Händler verweisen auf die drohende Insolvenz des angeschlagenen US-Autoherstellers General Motors (GM) und die anhaltend schwache Nachfrage. MAN (-3,73%), Daimler (-3,11%), BMW (-2,90%), Volkswagen (-1,80%).

    Belastet von den schwachen Vorgaben der US-Bankenwerte präsentierten sich auch die Titel der Deutschen Bank schwächer. Bis zum Handelsschluss stand ein Minus von 3,73 Prozent auf 46,55 Euro zu Buche. Behaupten konnten sich heute die Aktien von Merck, die sich mit einem Plus von 1,47 Prozent auf 68,54 Euro an die Spitze der Gewinnerliste gesetzt haben.

    Nur optisch im Minus notierten die Aktien von Salzgitter (-1,57%). Der Stahl- und Röhrenhersteller hat heute seine Dividende für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 1,40 Euro je Aktie ausgeschüttet. Bereinigt um den Dividendenabschlag ergibt sich ein leichtes Kursplus.