Die deutschen Standardwerte werden zum Wochenschluss voraussichtlich schwächer in den Handel starten. Darauf deuten die vorbörslichen Indikatoren hin. Händler verweisen auf die schwachen Vorgaben von der Tokioter Börse. Die Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz berechnet den Dax zur Stunde mit 6.051 Punkten. Am Donnerstag hatte der Leitindex um 0,64 % auf 6.067,74 Punkte nachgegeben.

    Der Euro ist nach den Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke am Donnerstag erneut deutlich gestiegen. Der Fed-Chef hatte in seiner Rede vor dem US-Kongress betont, dass die Notenbank ihre Leitzinserhöhungen auch bei weiter bestehenden Inflationsrisiken aussetzen könnte, um die weitere wirtschaftliche Entwicklung abzuwarten. Derzeit notiert die Europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2539 US-Dollar. Am Donnerstag hatte die EZB den Referenzkurs noch auf 1,2414 US-Dollar festgesetzt.

    Der Ölpreis ist im asiatischen Handel weiter gesunken. Derzeit kostet der Juni-Kontrakt für ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI 70,74 US-Dollar. Das sind 23 Cent weniger als zum Handelsschluss an der Rohstoffbörse Nymex. Bereits am Donnerstag hatte der Ölpreis im US-Handel um 96 Cent auf 70,97 US-Dollar nachgegeben. Zuvor waren die US-Lagerbestände nicht so stark gesunken wie erwartet.