Externe Quelle: Nord/LB

Die Bundesagentur für Arbeit hat heute morgen ihren Bericht zum deutschen Arbeitsmarkt für den Monat August veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Arbeitslosen um saisonbereinigt 40.000 Stellen. Auch die ebenfalls um saisonale Einflüsse bereinigte Arbeitslosenquote gab im Zuge dessen nach. Sie notiert nun bei 7,6%. Die aus Nürnberg vermeldeten Daten liegen damit deutlich oberhalb der Erwartungen. Die von der Öffentlichkeit stärker beachtete nicht-saisonbereinigte Arbeitslosenzahl sinkt im August um 14.000 Stellen. Auch hier kann die entsprechende Quote profitieren. Sie verliert 0,1 Prozentpunkte und liegt nun bei 7,6%.

In einem ansonsten konjunkturell eher getrübten Umfeld können die Arbeitsmarktdaten zumindest vorübergehend für eine Stimmungsaufhellung sorgen. Auch wenn der Rückgang der Arbeitslosen nicht mehr an die Spitzenwerte aus dem vergangenen Jahr heranreicht, kann sich der heute vermeldete Augustwert doch gegen den in den in den letzten Monaten zu verzeichnenden Trend einer nachlassenden Dynamik stellen. Positiv hervorzuheben ist darüber hinaus die Tatsache, dass die Arbeitslosenquote mit einem Wert von 7,6% nun auf dem niedrigsten Niveau seit über 16 Jahren notiert. Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA erklärt: „Von der Abschwächung der konjunkturellen Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt bisher unbeeindruckt.“

Auch wenn diese Entwicklungen durchaus positiv zu würdigen sind, bleibt ein fader Beigeschmack. Mit einem rückläufigen Arbeitskräfteangebot stützen derzeit vor allem demographische Effekte den positiven Trend am Arbeitsmarkt. Schwächen sich diese allerdings ab, dürften die Auswirkungen der konjunkturellen Abkühlung auch an einer schwächeren Arbeitsmarktentwicklung abzulesen sein. Hinsichtlich der Geschäftsaussichten haben die befragten Unternehmen im ifo-Geschäftsklimaindex ihrer Skepsis bereits deutlich Ausdruck verliehen. Sie erwarten eine weitere Verschlechterung der Situation in den kommenden Monaten. Bestätigen sich diese Befürchtungen – und die dünne Auftragslage der letzten Zeit deutet in diese Richtung – werden die Unternehmen sicher auch über Beschäftigungsabbau nachdenken.

Fazit: Der von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte Arbeitsmarktbericht fällt besser aus als erwartet. Im Vergleich zu den letzten Monaten kann sich der (saisonbereinigte) Abbau der Arbeitslosigkeit sogar noch mal verstärken. Die Arbeitslosenquote sinkt im Zuge dessen auf den niedrigsten Stand seit über 16 Jahren. Auch wenn wichtige Stimmungsindikatoren die rückläufige Geschäftslage vieler Unternehmen belegen, ist ein Beschäftigungsabbau derzeit noch nicht auszumachen. Allerdings sind die Risiken für den Arbeitsmarkt angesichts des konjunkturellen Abschwungs weiter gestiegen.

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