DGAP-Ad-hoc: H&R GmbH & Co. KGaA / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Vorläufiges Ergebnis

    H&R GmbH & Co. KGaA: Vorläufige Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2019

    16.07.2019 / 17:03 CET/CEST

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    Insiderinformation gem. Art 17 MAR

    H&R GmbH & Co. KGaA: Vorläufige Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2019

    - Operatives Ergebnis (EBITDA) mit EUR 39,7 Mio. knapp unter Vorjahr

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    - Positive EBITDA-Beiträge aus den chemisch-pharmazeutischen Geschäftsbereichen

    - Verbesserte Cashflow-Positionen

    - Ergebniserwartung von bis zu EUR 75,0 Mio. EBITDA

    Salzbergen, 16. Juli 2019. Die H&R GmbH & Co. KGaA (kurz: H&R KGaA; ISIN DE000A2E4T77) hat ihre Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn mit einem soliden Halbjahresergebnis annähernd auf dem Vorjahresniveau gefestigt. Das operative Konzernergebnis (EBITDA*) lag im zweiten Quartal verglichen zum Jahresstart etwas niedriger, übertraf jedoch nach vorläufigen Berechnungen mit EUR 19,7 Mio. das Vergleichsquartal des Vorjahres (Q2-2018: EUR 17,5 Mio.). Auf den übrigen Ebenen gaben die Ergebnisse in Folge der diesjährig höheren Abschreibungen etwas nach: Das EBIT schloss bei EUR 8,6 Mio., nach letztjährigen EUR 9,0 Mio. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im zweiten Quartal 2019 bei EUR 6,7 Mio. (Q2-2018: EUR 7,1 Mio.), beim Konzernergebnis der Aktionäre schloss die Gesellschaft mit EUR 5,0 Mio. exakt auf dem Vorjahresvergleichswert. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gaben - teils aufgrund geringerer Mengen, teils rohstoffpreisbedingt - auf EUR 263,9 Mio. (Q2-2018: EUR 279,5 Mio.) nach.

    In der Betrachtung des gesamten ersten Halbjahres 2019 zeigte sich für das EBITDA ein nur moderater Rückgang zum Vorjahr. Das Unternehmen erreichte vorläufig ein operatives Ergebnis (EBITDA) von EUR 39,7 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 41,2 Mio.). Die höheren Abschreibungen prägten auch die Sechs-Monats-Betrachtung: Das EBIT belief sich auf EUR 18,0 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 24,4 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) zeigte mit EUR 14,0 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 20,9 Mio.) einen vergleichbaren Trend. Das Konzernergebnis der Aktionäre schloss bei EUR 10,1 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 14,9 Mio.). Damit erwirtschaftete die H&R KGaA einen Gewinn je Aktie von EUR 0,27, davon EUR 0,14 im zweiten Quartal 2019 (1. Halbjahr 2018: EUR 0,41; Q2-2018: EUR 0,14). Wegen des umsatzschwächeren zweiten Quartals 2019 lagen die Erlöse mit EUR 550,0 Mio. nahezu auf dem Vergleichswert des Vorjahres (1. Halbjahr 2018: EUR 550,3 Mio.).

    Einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis lieferte das Segment ChemPharm Refining, das im zweiten Quartal 2019 mit einem EBITDA von EUR 9,5 Mio. sogar leicht über dem Q2-2018 lag (Q2-2018: EUR 9,4 Mio.). Für den 6-Monatszeitraum hingegen erzielte der Bereich ein niedrigeres EBITDA von EUR 22,9 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 25,2 Mio.). Die Umsätze im Segment blieben stabil und erreichten EUR 345,4 Mio. (1. Halbjahr 2018: EUR 347,5 Mio.). Hiervon entfielen EUR 161,8 Mio. auf das zweite Quartal 2019 (Q2-2018: EUR 172,2 Mio.).

    Die im Segment ChemPharm Sales gebündelten internationalen Aktivitäten verzeichneten diesjährig mit EUR 8,2 Mio. im zweiten Quartal und EUR 15,2 Mio. im ersten Halbjahr insgesamt etwas bessere operative Ergebnisse (Q2-2018: EUR 7,5 Mio.; 1. Halbjahr 2018: EUR 14,8 Mio.). Die Umsätze im ersten Halbjahr blieben mit EUR 188,0 Mio. deutlich über dem Vorjahr (1. Halbjahr 2018: EUR 177,1 Mio.) verhielten sich jedoch im zweiten Quartal mit EUR 94,2 Mio. lediglich konstant (2. Quartal 2018: EUR 95,0 Mio.).

    Das Segment Kunststoffe erwirtschaftete erstmalig seit Jahren kein positives EBITDA mehr, und dies sowohl auf Quartalsebene als auch im ersten Halbjahr 2019. Es erzielte EUR -0,4 Mio. bzw. EUR -0,5 Mio. (Q2-2018: EUR 1,4 Mio.; 1. Halbjahr 2018: EUR 2,7 Mio.). Der Umsatz ging mit EUR 10,4 Mio. bzw. EUR 22,0 Mio. gegenüber den Vorjahresvergleichswerten (Q2-2017: EUR 15,2 Mio.; 1. Halbjahr 2017: EUR 30,4 Mio.) ebenfalls deutlich zurück. Ursächlich ist die Schwäche des Automobilsektors, die mit Autoherstellern, Zulieferern und Komponentenherstellern die gesamte Wertschöpfungskette der Branche belastet.

    Der operative Cashflow zeigte sich im ersten Halbjahr 2019 erholt. In Summe betrug er im zweiten Quartal 2019 EUR 7,5 Mio. (Q2-2018: EUR -12,7 Mio.), der Free Cashflow betrug EUR -4,5 Mio. (Q2-2018: EUR -23,2 Mio.). Wie schon im ersten Quartal 2019 stärkte ein geringerer Net Working Capital Bedarf den operativen Cashflow im Halbjahresvergleich, der sich von EUR -15,6 Mio. auf EUR 51,1 Mio. veränderte. Der Free Cashflow verbesserte sich entsprechend - trotz gestiegener Investitionen - von EUR -40,5 Mio. auf EUR 20,9 Mio.

    Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 von EUR 730,4 Mio. auf EUR 760,1 Mio. Das Eigenkapital stieg im gleichen Zeitraum von EUR 357,4 Mio. auf EUR 365,2 Mio. Per 30. Juni 2019 beträgt die Eigenkapitalquote der Gesellschaft 48,0 % (31. Dezember 2018: 48,9 %).

    Insgesamt hat die Gesellschaft das erste Halbjahr 2019 robust, zum Teil auch auf Vorjahresvergleich abgeschlossen. Gleichwohl bestärken uns die Meldungen anderer Marktteilnehmer, sei es aus dem Automobilsektor oder der Chemiebranche, sowie aus dem eigenen Kundenkreis in unserer Einschätzung, dass unsere optimistischere Jahreserwartung von EUR 75,0 bis EUR 90,0 Mio. unter den gegebenen globalwirtschaftlichen Bedingungen nur schwer zu erreichen sein wird. Nach dem derzeitigen Stand unserer Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass wir ein EBITDA von bis zu EUR 75,0 Mio. erzielen können.

    Die endgültigen Finanzzahlen sowie weitere Informationen zur bisherigen Geschäftsentwicklung 2019 werden wie geplant am 15. August 2019 im Halbjahresbericht veröffentlicht.

    Kontakt:
    H&R GmbH & Co. KGaA, Leiter Investor Relations / Kommunikation, Ties Kaiser
    Neuenkirchener Straße 8, 48499 Salzbergen
    Tel.: +49 40 43218-321, Fax: +49 40 43218-390
    Mail: ties.kaiser@hur.com
    www.hur.com

    Die H&R GmbH & Co. KGaA:
    Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte H&R GmbH & Co. KGaA ist als Unternehmen der Spezialchemie in der Entwicklung und Herstellung chemisch-pharmazeutischer Spezialprodukte auf Rohölbasis und in der Produktion von Präzisions-Kunststoffteilen tätig.

    Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen:
    Diese Insiderinformation enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Insiderinformation gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.


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