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    pferdewetten.de AG: pferdewetten.de AG schließt Geschäftsjahr 2019 mit erneuten Rekordergebnissen ab / COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) erschwert Prognose für 2020

    30.03.2020 / 07:50

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    pferdewetten.de AG schließt Geschäftsjahr 2019 mit erneuten Rekordergebnissen ab

    COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) erschwert Prognose für 2020

    Die pferdewetten.de AG (ISIN DE000A2YN777), Düsseldorf, hat zum siebten Mal binnen acht Geschäftsjahren Rekordergebnisse auf allen Ebenen erzielt. Wie bereits per Ad hoc-Meldung am 14.02.2020 avisiert, konnte das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Konzern deutlich von 803 T€ (2018) auf 2.436 T€ im Geschäftsjahr 2019 mehr als verdreifacht werden.

    Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sollten tendenziell sämtliche Ergebnisüberschüsse der Pferdewette in das Wachstum des Sportwette-Segments investiert werden. Die Pferdewette entwickelt sich jedoch so stark (EBIT-Anstieg um 12,6 % auf 5.742 T€ gegenüber 5.100 T€ im Jahr 2018), dass bei einer parallel ebenfalls deutlichen Verbesserung der Sportwette (EBIT-Verbesserung von minus 4.297 T€ 2018 auf minus 3.306 T€) das Konzern-EBIT insgesamt auf Rekordniveau stieg.

    Auch die anderen Kennzahlen überzeugen:

    Der Konzernumsatz stieg von 11.085 T€ (2018) um 30,3 % auf 14.438 T€, das Ergebnis je Aktie schnellte von minus 0,13 € auf plus 0,77 € hoch - zum Teil bedingt durch den positiven Effekt der Verbuchung von latenten Steuern auf Verlustvorträge, wie per Ad hoc-Meldung am 12.03.2020 verkündet.

    Pierre Hofer, Vorstand: "Trotz der - planmäßigen - erheblichen Investitionen in das Wachstum unseres immer noch jungen Segmentes Sportwette ist es uns im Geschäftsjahr 2019 gelungen, mit T€ 2.436 ein neues Rekordergebnis vor Zinsen und Steuern zu erzielen - das siebente in den letzten acht Geschäftsjahren! Das war vor Jahresfrist in dieser Höhe weder so geplant noch zu erwarten und freut uns entsprechend außerordentlich.

    Wir konnten in allen Geschäftsbereichen unsere Ziele übertreffen: So konnte die Pferdewette das schon extrem starke Jahr 2018 im letzten Jahr noch einmal mit einer zweistelligen Wachstumsrate verbessern. Und die Sportwette konnte nach durchwachsenem Start vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2019 ihre Erträge deutlich steigern und damit unsere Vorgaben erreichen.

    Entsprechend positiv gestalteten sich alle Kennzahlen. So stieg der Brutto-Spielertrag um 109 % auf mehr als T€ 45.000 und auch das Nachsteuerergebnis erreichte mit T€ 3.314 neue Rekordhöhen.

    Die positive Entwicklung der Gesellschaft bestärkt uns auch weiterhin darin, unsere Dividendenpolitik beizubehalten. Auch in diesem Jahr wollen wir unseren Aktionären auf der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 25 % vorschlagen - auf nun mittlerweile 20 Cent pro Aktie.

    Wir hatten das Jahr 2020 mit viel Schwung und Optimismus sowie dem festen Fokus begonnen, erneut Bestzahlen zu erreichen. Wir planen im zweiten Quartal 2020 einen Plattformwechsel in der Sportwette, und damit einhergehend wird unsere Gesellschaft auch eine eigene Sportwetten-Lizenz in Deutschland beantragen.

    Doch wie Sie wissen, verändert das Auftreten des Coronavirus (SARS-CoV-2) seit einigen Wochen Vieles. Sportveranstaltungen finden weltweit kaum noch statt, die Fußball Europameisterschaft wie auch die Olympischen Sommerspiele sind mittlerweile ins Jahr 2021 verschoben und der Pferderennsport - die Basis unseres Geschäftsmodells - findet aktuell nur noch in wenigen Ländern statt. Das Alles geht natürlich auch an der pferdewetten.de AG nicht spurlos vorüber. Die aktuelle Ungewissheit hinsichtlich der Dauer dieses "shut downs" ist eine echte Herausforderung, denn sie verhindert konkrete Planungen und verlangt von allen Mitarbeitern und unseren Geschäftspartnern maximale Flexibilität. Ich bedanke mich deshalb ausdrücklich für die weiterhin gute Zusammenarbeit sowie für den Einsatz und das Engagement für unsere Gesellschaft!

    Wir haben in den letzten Tagen und Wochen unterschiedliche Szenarien kalkuliert und Maßnahmen ergriffen, um diese Krise möglichst unbeschadet zu überstehen. Das solide Wirtschaften in der Vergangenheit gepaart mit einer hohen Eigenkapital- und Cash-Ausstattung sollte es uns ermöglichen, gestärkt aus dieser schweren Zeit hervorzugehen."

    Ein unkalkulierbares Risiko bereitet das zuvor erwähnte Virus COVID 19. Dies stellt den Konzern vor Herausforderungen, die aktuell nicht konkret absehbar sind. Auch wenn der Konzern die Auswirkungen als hoch eingestuft hat, so können Absagen von Sportveranstaltungen einen noch größeren Einfluss nehmen.

    Unter den dargestellten Annahmen ging das Management des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 grundsätzlich von einer positiven Entwicklung aus. Aufgrund der stetigen Erweiterung von Kooperationen mit Dritten in der Pferdewette und der Erhöhung der Sportwettenerlöse erwartete der Vorstand auf Konzernebene ein Wachstum in 2020 von ca. 10 % - 20 % bzw. Brutto-Wett- und Gamingerträge (Hold) von € 45,0 bis € 55,0 Mio., bei den geplanten Umsatzerlösen eine Steigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Geplante Investitionen im Bereich der Sportwetten und weiteren Marketingaktivitäten im Auslandsgeschäft der Pferdewetten würden auch die damit zusammenhängenden Aufwendungen in 2020 deutlich steigern. Das EBIT in der Pferdewette betrug im Geschäftsjahr 2019 € 5,7 Mio. Hinzu kamen direkte Investitionen in das Marketing und den Aufbau des Sportwetten-Geschäfts, die zu Aufwendungen in Höhe von € 3,3 Mio. geführt haben. Unter Berücksichtigung der Holdplanung und der erhöhten Aufwendungen in der Sportwette hätte der Konzern folglich ein EBIT in 2020 von ca. € 3,0 Mio. erwartet.

    Aufgrund der täglich neuen Nachrichtenlage in Bezug auf die Ausbreitung des COVID 19-Virus und der Auswirkungen hieraus können zum jetzigen Zeitpunkt aber kaum belastbare Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 abgegeben werden. Nach anfänglichen Versuchen, die Sport- und vor allem Pferderennveranstaltungen ohne Zuschauer durchzuführen, finden nun immer weniger Veranstaltungen statt, auf die Wetten angenommen werden können. Auch eine Einschätzung, wie lange diese schwierige Situation anhalten wird, können heute selbst Experten aus Medizin, Virologie und Politik nicht voraussagen. Folglich geht der Vorstand aktuell von einer Umsatzerwartung unter der eigentlich erwartenden Planung und von einem EBIT in Höhe von € 0 bis € 3 Mio. im Konzern aus. Entscheidend wird hierbei sein, ab welchem Zeitpunkt wieder eine regelmäßige Durchführung von Sport- und Pferderennveranstaltungen möglich ist - aus Ertragssicht gilt: je früher, desto besser.

    Kurzfristig erwarten wir keine wesentlichen Änderungen der Vermögens- und Finanzlage im Vergleich zu 2019. Der Konzern hat für außergewöhnliche Zeiten genügend Rücklagen gebildet, die in Form von liquiden Mitteln und kurzfristig veräußerbaren Wertpapieren zur Verfügung stehen, um auch diese schwierig zu prognostizierbare Phase aus eigener Kraft zu überstehen. Sofern die weitere Verbreitung des Virus COVID 19 zu einer langfristigen Absage aller Sportveranstaltungen und insbesondere von Pferderenn-Veranstaltungen weltweit über einen mittelfristigen bis längeren Zeitraum, also über drei bis sechs Monate hinaus führt, wird dies zunehmend negative Auswirkungen für den pferdewetten.de-Konzern haben. In diesem Fall wäre mit einer deutlichen Verschlechterung der prognostizierten Finanzkennzahlen zu rechnen.

    Der Geschäftsbericht 2019 wird im Laufe des heutigen Tages auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht.

    Düsseldorf, den 30.03.2020

    Pierre Hofer
    Vorstand

    pferdewetten.de AG
    Kaistraße 4
    D-40221 Düsseldorf
    Telefon: +49 (0) 211 781 782 10
    Telefax: +49 (0) 211 781 782 19
    E-Mail: verwaltung@pferdewetten.de
    Internet: www.pferdewetten.ag


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    1009893 30.03.2020

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