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    windeln.de SE: windeln.de veröffentlicht Ergebnisse für H1/Q2 2019: Fortschritte bei Profitabilität in Europa und Geschäftsentwicklung in China

    08.08.2019 / 07:01

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    windeln.de veröffentlicht Ergebnisse für H1/Q2 2019: Fortschritte bei Profitabilität in Europa und Geschäftsentwicklung in China

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    - Umsatz von 40,9 Mio. Euro in H1 2019 (Q2 2019: 20,1 Mio. Euro) und ber. EBIT von -7,3 Mio. Euro in H1 2019 (Q2 2019: -3,3 Mio. Euro)

    - Aufbau des Teams in China um Wachstumsstrategie in China zu unterstützen

    - Verfügbare liquide Mittel 12,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2019 (-3,4 Mio. Euro in Q2 2019)

    - Ziel für das Erreichen des Break-Even auf Basis des ber. EBIT für Anfang 2020 unverändert

    München, 8. August 2019: windeln.de SE ("windeln.de", "Gruppe" oder "Konzern"), einer der führenden Onlinehändler für Familienprodukte in Europa und für Kunden in China, hat heute die Finanzzahlen für das erste Halbjahr (H1) und das zweite Quartal (Q2) 2019 veröffentlicht. Der Konzern hat in H1 2019 einen Umsatz von 40,9 Mio. Euro (H1 2018: 56,4 Mio. Euro) und in Q2 2019 von 20,1 Mio. Euro (Q2 2018: 23,5 Mio. Euro) erzielt. Das bereinigte (ber.) EBIT belief sich in H1 2019 auf -7,3 Mio. Euro (H1 2018: -11,1 Mio. Euro) und in Q2 2019 auf -3,3 Mio. Euro (Q2 2018: 5,9 Mio. Euro).

    Umsatzentwicklung von Profitabilitätsorientierung geprägt

    Der Umsatz in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) betrug in H1 2019 9,0 Mio. Euro (H1 2018: 12,6 Mio. Euro) und in Q2 2019 4,3 Mio. Euro (Q2 2018: 5,3 Mio. Euro). DACH trug damit in H1 2019 rund 22 % des Konzernumsatzes bei. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat windeln.de den Fokus auf die Verbesserung der Profitabilität in Europa konsequent verfolgt. Aufgrund der Reduzierung des bestehenden Produktportfolios und der Fokussierung auf Produkte mit höheren Margen bewegt sich der Konzern auf einer niedrigeren, aber deutlich nachhaltigeren Umsatzbasis. Als Konsequenz hat sich die Marge auf Basis der Produktverkäufe in der DACH-Region seit Jahresbeginn im Vergleich zum Gesamtjahr 2018 bereits um rund fünf Prozentpunkte erhöht.

    Das durch die Bebitus-Shops abgedeckte Geschäft im Restlichen Europa (Spanien, Portugal und Frankreich) erzielte in H1 2019 einen Umsatz von 7,0 Mio. Euro (H1 2018: 14,7 Mio. Euro) und in Q2 2019 von 3,2 Mio. Euro (Q2 2018: 6,6 Mio. Euro). Dies entspricht rund 17 % des Konzernumsatzes. Ähnlich wie in der DACH-Region konzentrieren sich die Bebitus-Shops durch die Erhöhung von Produktmargen und Fokussierung von Marketingaufwendungen auf die Verbesserung der Profitabilität. Die Marge auf Basis der Produktverkäufe für die Bebitus-Shops hat sich seit Jahresbeginn im Vergleich zum Gesamtjahr 2018 bereits um rund einen Prozentpunkt erhöht.

    In China lagen die Umsatzerlöse in H1 2019 mit 25,0 Mio. Euro aufgrund der starken Umsatzbasis in Q1 2018 zwar unter dem Vorjahresniveau (H1 2018: 29,1 Mio. Euro), in Q2 2019 lagen die Umsatzerlöse jedoch bei 12,7 Mio. Euro über dem Vorjahresquartal (Q2 2018 11,6 Mio. Euro) und auch über Q1 2019 (12,3 Mio. Euro). Das China-Geschäft machte in H1 2019 rund 61 % des Konzernumsatzes aus. Mit Unterstützung der beiden neuen asiatischen Investoren, die im März 2019 an der Kapitalerhöhung teilgenommen haben, verfolgt windeln.de eine Wachstumsstrategie in China. Zu den Wachstumsmaßnahmen in China gehören i) die Eröffnung eines zweiten Zolllagers, (ii) zusätzliche Online-Vertriebskanäle, (iii) die kontinuierliche Erweiterung des Produktangebots, (iv) mögliche Kooperationen mit lokalen chinesischen Unternehmen und (v) der potentielle Ausbau des Geschäftsmodells zu einem hybriden (auch stationären) Vertriebsmodell. Das Hybridmodell ist von strategischer Bedeutung, um Kundenakquisitionskosten zu senken und eine breitere Zielgruppe in Tier 2- und Tier 3- Städten in China zu erreichen, wofür kurzfristig Investitionen erforderlich sind. Eine solche Erweiterung des Geschäftsmodells basiert auf den guten Lieferantenbeziehungen des Konzerns in Europa sowie dem hohen Bekanntheitsgrad von windeln.de in China und bietet Vorteile durch niedrige Offline-Kundenakquisitionskosten. Um die Wachstumsprojekte in China voranzutreiben, hat der Konzern sein lokales Team in Shanghai in den letzten Monaten bereits von einem auf sechs Mitarbeiter und um ein Vorstandsmitglied erweitert.

    Weitere Verbesserungen der Produktmargen, des Deckungsbeitrags und der Kostenstruktur

    Die langfristige Strategie des Konzerns, sich auf margenstarke Produkte, vor allem Gebrauchsgüter wie Kleidung und Spielzeug, zu konzentrieren sowie die Neuverhandlung der Lieferantenkonditionen wirkten sich positiv auf die Bruttomarge des europäischen Geschäfts aus. Infolgedessen erhöhte sich die Rohertragsmarge (Bruttoergebnis vom Umsatz) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 % auf 25,0 %.

    Die Vertriebskosten gingen von 21,6 Mio. Euro in H1 2018 auf 14,2 Mio. Euro in H1 2019 (minus 34 %) und von 9,3 Mio. Euro in Q2 2018 auf 6,5 Mio. Euro in Q2 2019 (minus 30 %) zurück. Die Einsparungen resultieren aus geringeren Fulfillmentkosten (inkl. Lagerkosten), Personal- und Marketingkosten. Die ber. Fulfillmentkosten betrugen in H1 2019 6,1 Mio. Euro (H1 2018: 9,8 Mio. Euro) und in Q2 2019 2,7 Mio. Euro (Q2 2018: 4,6 Mio. Euro). Die Lagerkosten konnten aufgrund des Verkaufs alter Lagerbestände gesenkt werden, während die Logistikkosten dadurch gesenkt werden konnten, dass mehr Tmall Bestellungen aus dem kostengünstigen Zolllager für Tmall in Guangzhou (China) versandt wurden. Die ber. sonstigen Vertriebs- und Verwaltungskosten liegen mit 9,5 Mio. Euro in H1 2019 (H1 2018: 12,3 Mio. Euro) bzw. 4,6 Mio. Euro in Q2 2019 (Q2 2018: 5,8 Mio. Euro) ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau.

    Der operative Deckungsbeitrag belief sich in H1 2019 auf 2,2 Mio. Euro (5,3 % vom Umsatz) und in Q2 2019 auf 1,3 Mio. Euro (6,4 % vom Umsatz). Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (H1 2018: 1,3 Mio. Euro; Q2 2018: -0,5 Mio. Euro), was auf die Verbesserung der Bruttomarge und die bessere Fulfillmentkostenquote zurückzuführen ist.

    Das berichtete EBIT verbesserte sich in H1 2019 auf -7,8 Mio. Euro gegenüber -12,4 Mio. Euro in H1 2018 (Q2 2019: -3,7 Mio. Euro gegenüber Q2 2018: -5,5 Mio. Euro). Das ber. EBIT belief sich in H1 2019 auf -7,3 Mio. Euro gegenüber -11,1 Mio. Euro in H1 2018 (Q2 2019: -3,3 Mio. Euro gegenüber Q2 2018: -5,9 Mio. Euro). Das ber. EBIT verbesserte sich damit um 34 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während sich die ber. EBIT-Marge um 1,9 % verbesserte.

    Der Konzern strebt weiterhin an, Anfang 2020 Break-Even auf Basis des bereinigten EBIT zu erzielen, was im Wesentlichen auf steigenden Umsätzen und Profitabilität des China-Geschäfts und dem weiteren Fortschritt der Margenverbesserung in den europäischen Shops beruht. Für das Jahr 2019 erwartet der Konzern, aufgrund der Wachstumsmaßnahmen in China und da das zweite Halbjahr in der Regel stärker ausfällt, ein leichtes Umsatzwachstum im Vergleich zu 2018. Darüber hinaus wird eine deutliche Verbesserung des operativen Deckungsbeitrags, eine weitere Verbesserung des ber. EBIT und eine deutliche Senkung des Cash-Outflows trotz einer moderaten Erhöhung des Nettoumlaufvermögens, um das Wachstum in China voranzutreiben, erwartet.

    Mittelabfluss reduziert; Finanzierungsmöglichkeiten evaluiert

    In H1 2019 wurde ein geringerer operativer Mittelabfluss von 8,6 Mio. Euro nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahr verzeichnet. Der operative Mittelabfluss in Q2 2019 lag bei 3,3 Mio. Euro und damit unter dem Wert von Q1 2019 mit 5,3 Mio. Euro (2,4 Mio. Euro Mittelzufluss in Q2 2018). Infolgedessen belief sich die verfügbare Liquidität des Konzerns zum 30. Juni 2019 auf 12,1 Mio. Euro und damit 3,4 Mio. Euro weniger als zum 31. März 2019. Aufgrund des operativen Mittelabflusses und zur Finanzierung der verschiedenen Wachstumsmaßnahmen in China prüft der Konzern Finanzierungsmöglichkeiten.

    Vorstandsvorsitzender Matthias Peuckert: "Im ersten Halbjahr 2019 konnte der Konzern deutliche Fortschritte in Bezug auf die Profitabilität und die weitere Reduzierung des Mittelabflusses erzielen. Strategisch sehen wir in China viele Wachstumschancen und setzen diese mit unserem erweiterten Team und Fähigkeiten in China um. Für den Rest des Jahres 2019 und den Beginn des Jahres 2020 gilt es, in weiteres Wachstum zu investieren, insbesondere in China."

    Ausgewählte Kennzahlen für das erste Halbjahr und zweite Quartal 2019 (ohne Feedo)

    H1 2019

    H1 2018

    Q2 2019

    Q2 2018

    Umsatzerlöse (Mio. Euro)

    40,9

    56,4

    20,1

    23,5

    China

    25,0

    29,1

    12,7

    11,6

    DACH

    9,0

    12,6

    4,3

    5,3

    Restliches Europa

    7,0

    14,7

    3,2

    6,6

    Deckungsbeitrag (Mio. Euro)

    2,2

    1,3

    1,3

    -0,1

    in % vom Umsatz

    5,3 %

    2,3 %

    6,4 %

    -0,2 %

    Bereinigtes EBIT (Mio. Euro)

    -7,3

    -11,1

    -3,3

    -5,9

    in % vom Umsatz

    -17,9 %

    -19,8 %

    -16,2 %

    -24,9 %

    Corporate Communications
    Sophia Kursawe
    Telephone: +49 (89) 41 61 71 52 75
    E-Mail: investor.relations@windeln.de

    Über windeln.de

    windeln.de ist einer der führenden Onlinehändler für Familienprodukte in Europa. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein erfolgreiches E-Commerce Geschäft mit Baby- und Kleinkinderprodukten für Kunden in China. Das breite Produktsortiment reicht von Windeln und Babynahrung über Kindermöbel, Spielzeug und Kleidung bis hin zu Kinderwagen und Autokindersitzen sowie über Nahrungsergänzungsmittel, Drogerieprodukte und Partnerschaftsartikel. windeln.de wurde im Oktober 2010 gegründet. Seit dem 6. Mai 2015 ist windeln.de im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Weitere Informationen finden Sie unter http://corporate.windeln.de.

    Unsere Shops: www.windeln.de, www.windeln.ch, www.bebitus.es, www.bebitus.pt, www.bebitus.fr, www.windeln.com.cn, windelnde.tmall.hk/


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