Wegen des Vorwurfs zu hohe Verrechnungspreise gegenüber der staatlichen Organisation Medicare gestellt zu haben, laufen in den USA eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren gegen Pharmaunternehmen.

    Davon betroffen ist auch eine Tochtergesellschaft der Merck AG, die amerikanische Firma Dey. Diese weist in einer Presserklärung jedes Fehlverhalten von sich und sieht die Probleme als Fehler des Erstattungssystems, welches bis 2003 gültig war.

    Bislang waren Verfahren auf Länderebene angesiedelt. Neu ist, dass das Justizministerium ein Verfahren aus Florida an sich gezogen hat und damit das Ganze auf Bundesebene verhandelt wird.

    Nach Einschätzung der Experten der Landesbank Rheinland-Pfalz könnte eine Belastung für Merck zwischen einigen und mehreren hundert Millionen Euro liegen. Merck selbst wollte die möglichen Konsequenzen nicht quantifizieren.

    Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz stufen die Aktien von Merck weiterhin mit "Outperform" und einem Kursziel von 95 Euro ein.