Seit März konnte der Euro gegen den australischen Dollar zulegen und zurzeit stellt sich die Frage, wie lange diese Tendenz noch anhalten wird, schreibt WGZ-Bank-Analyst Stephen Schneider im aktuellen „Währungsfokus“. Der technische Grund dieser Bewegung sei in einer umgekehrten Kopf-Schulter-Formation zu suchen. Das eigentliche Signal sei dabei aber erst mit Bruch durch die (schwarze) Nackenlinie Ende Mai generiert worden. Unter idealtypischen Bedingungen sollte der Kurs um die Differenz ansteigen, die der Kopf zur besagten Nackenlinie zeige. Im vorliegenden Fall liege das Ziel damit bei 1,4880 AUD, heißt es weiter. „Kurz darüber rangiert eine markante Widerstandslinie bei 1,5000 AUD, die einen Anstieg ebenfalls nachhaltig behindern dürfte. Die daraus resultierende, anschließende Korrekturphase wiederum sollte gut drei Monate andauern. Nicht selten erfolgt in einer solchen Phase ein sog. „Rebound“ auf das ehemalige Ausbruchsniveau. Unter Einbezug der leicht ansteigenden Nackenlinie lässt sich Ende Oktober also ein Unterstützungsniveau von gut 1,3300 AUD berechnen. Mit Hilfe der Fibonacci-Relationen bietet sich zudem der Bereich von etwa 1,3500 AUD als Ziel für einen Rücksetzer an“, so Schneider. Sein Fazit: „Der Euro kann im Rahmen einer Übertreibungsphase noch bis in den Bereich von knapp 1,4900 bis 1,5000 anziehen. Dann aber dürfte ein Rücksetzer bis zum Herbstende erfolgen und den Kurs bis auf ein Niveau von etwa 1,3500 AUD drücken.“