Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Frankreich empfohlen, die Staatsschulden zu reduzieren, um die Bonität als Spitzenschuldner nicht zu gefährden. Dazu seien Ausgabenkürzungen im Renten- und Gesundheitssystem notwendig. Andersfalls wäre es nicht möglich, das Defizit bis zum Jahr 2013 auf einen Wert von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, so der IWF am Mittwoch.

Der IWF erwartet, das Frankreich dieses Jahr ein Defizit von 5,7 Prozent und im Jahr 2012 von 4,8 Prozent aufweisen wird. Ohne weitere Maßnahmen würde sich im Jahr 2013 ein Fehlbetrag von mindestens 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ergeben, so die Einschätzung. Die Ratingagentur Standard&Poor's hat letzte Woche angedeutet, dass das Rating von "AAA" langfristig ohne weitere Reformen gefährdet ist.

EUR/CHF oszilliert seit gut zwei Wochen zwischen 1,1400 und 1,1885. Unter 1,1400 käme Verkaufsdruck auf, da der Kurs dann neue Allzeittiefs markieren würde. Erst über 1,1885 ist mit einer größeren technischen Erholungsbewegung zu rechnen. Aktuell deutet sich wieder ein Test der Unterseite an.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.