EUR/CHF befindet sich zur Wochenmitte auf Kletterpartie und hat bei 1,2427 jüngst den höchsten Stand seit dem 11. Juli 2013 erreicht. Der Euro profitiert dabei von den besser als erwartet ausgefallenen Bruttoinlandsprodukten in Frankreich und Deutschland, die die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal aus der Rezession geführt haben dürften.

    Hinzu kommen Kommentare des Direktoriumsmitglieds der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Fritz Zurbrügg gegenüber Bloomberg. Zurbrügg sagte, der Franken sei nach wie vor hoch bewertet und die 1,20er-Wechselkursuntergrenze werde so lange beibehalten wie nötig. Der starke Franken helfe jedoch, die Importpreise in Schach zu halten, hieß es weiter. Zudem bestätigte Zurbrügg die Prognose zum schweizerischen Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,0 bis 1,5 Prozent und die Verbraucherpreisprognose von minus 0,3 Prozent.

    Der kombinierte schweizerische Erzeuger- und Importpreisindex war im Juli im Monatsvergleich unverändert. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet, nach plus 0,1 Prozent im Juni.

    Gegen 11:00 Uhr MESZ notiert EUR/CHF bei 1,2421. Auf den nächsten wichtigen Widerstand trifft das Cross am Hoch vom 9. Juli 2013 bei 1,2465. Unterstützung bietet kurzfristig das heutige Tagestief bei 1,2363.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.