Der Euro bewegt sich seit einigen Wochen zum britischen Pfund in einer engen Handelsspanne um die Marke von 0,85 GBP seitwärts. Seit Mitte März liegt die Bandbreite des Wechselkurses dabei nur zwischen knapp 0,84 GBP und gut 0,86 GBP, wie HSBC-Analyst Thomas Amend in „Der Markt heute“ schreibt. Interessant werde das Bild aber dadurch, dass sich von oben so langsam der langfristige Abwärtstrend seit Oktober 2009 (aktuell bei 0,8718 GBP) nähere, während von unten der etwas steilere Haussetrend seit Juli 2012 (aktuell bei 0,8422 GBP) um täglich knapp drei Ticks steige. Dieser fungiere im längeren Zeitfenster zudem als potentielle Korrekturflagge, heißt es weiter. „An den genannten Marken dürfte sich entscheiden, wo der weitere Weg des Währungspaares hinführt. Gelingt der Ausbruch gen Norden, dürfte zeitnah das bisherige Jahreshoch 2013 von Ende Februar bei gut 0,88 GBP anvisiert werden. Dagegen wäre im Negativszenario auch die 200-Tages-Linie (aktuell bei 0,8357 GBP) ernsthaft gefährdet. Spätestens diese Unterstützung sollte dann zur Absicherung bestehender EUR-Longpositionen verwendet werden, da die nächsten wichtigen Haltemarken im Anschluss erst wieder bei rund 0,82 GBP auszumachen sind. Die technischen Indikatoren sind im neutralen Bereich leicht freundlich zu interpretieren. Ein Ausbruch aus der beschriebenen seitlichen Schiebezone nach oben ist daher derzeit das wahrscheinlichere Szenario und daher – auch mit Blick auf den bisher sehr schwachen Dynamikindikator ADX – neue Impulse zu Gunsten des Euro freisetzen“, so Amend.