Die dynamische Rally des Euro im Vergleich zum japanischen Yen seit Sommer 2012 hat zuletzt ein jähes Ende gefunden. Den wichtigsten Belastungsfaktor stellt dabei der Bruch des steilen Haussetrends seit November vergangenen Jahres (aktuell bei 129,78 JPY) dar, der gleichzeitig die untere Begrenzung eines „bearishen“ Keils darstellt, wie HSBC-Analyst Jörg Scherer in „Der Markt heute“ schreibt . Aber auch von Indikatorenseite gebe es derzeit das ein oder andere Warnsignal. So wiesen RSI und MACD nicht nur negative Divergenzen aus, sondern hätten zuletzt auch handfeste Verkaufssignale generiert. Im Verlauf des Oszillators untermauere zudem die jüngst abgeschlossene Toppbildung die zuvor vorgenommene negative Weichenstellung. Nach dem Rebreak des Hochs von Anfang Februar bei 127,69 JPY müssten sich Anleger nun mit einem Wiedersehen des Pendants vom April 2011 bei 123,32 JPY anfreunden, heißt es. „Möglicherweise stellt dieses Level aber nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Süden dar, denn der nächste Kumulationspunkt befindet sich erst wieder im Bereich der Marke von rund 119 JPY. Dort fallen die beiden Korrekturtiefs vom April und März mit dem 38,2%-Fibonacci-Retracement der Rally seit Ende Juli 2012 (118,61 JPY) zusammen“, so Scherer.