Nach den deutlichen Fed-inspirierten Gewinnen des US-Dollar auf breiter Basis in den vergangenen beiden Tagen stabilisiert sich die Lage zum Wochenschluss. Vom am Donnerstag bei 1,3159 erreichten Tief hat sich EUR/USD bislang bis 1,3253 in der Spitze erholt.

    US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hatte am Mittwochabend angekündigt, das Anleihenkaufprogramm (QE3) der Fed von derzeit monatlich 85 Milliarden US-Dollar im weiteren Jahresverlauf zu reduzieren und bis Mitte 2014 zu beenden. Analysten erwarten einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge nun mehrheitlich (44 Prozent) eine erste Reduzierung der Anleihenkäufe bei dem Fed-Treffen im September. 15 Prozent rechnen mit einer ersten Reduzierung im Oktober, 28 Prozent im Dezember und 13 Prozent erwarten eine erste Reduzierung der Anleihenkäufe erst im kommenden Jahr. Die Umfrage wurde am 19. und 20. Juni nach der Bernanke-Ankündigung durchgeführt.

    Zuletzt könnte der Euro auch von der Nachricht profitiert haben, dass sich die Finanzminister der Eurozone auf Regeln zur Bankenrettung geeinigt haben. Demnach sollen künftig 60 Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsfonds ESM für direkte Bankenhilfen ausgegeben werden können.

    Gegen 11:00 Uhr MESZ notiert EUR/USD bei 1,3215. Unterhalb des gestrigen Tiefs bei 1,3159 trifft EUR/USD am Tief vom 3. Juni bei 1,2952 auf die nächste wichtige Unterstützung. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 18./19. Juni 2013 bei 1,3415.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.