EUR/USD hat die anfänglichen Gewinne infolge der Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke bis 1,2998 in der Spitze nicht halten können und ist im weiteren Handelsverlauf wieder zurückgefallen. Eine baldige Beendigung des Anleihenkaufprogramms der US-Notenbank im Volumen von derzeit 85 Milliarden US-Dollar ist nach den gestrigen Aussagen Bernankes unwahrscheinlich.

    Jedoch weisen die Äußerungen, dass eine zu lange Phase niedriger Zinsen und expansiver Geldpolitik auch zu Problemen führen könne und deshalb zu vermeidensei, daraufhin, dass mittelfristig das Aus für die Anleihenkäufe kommen dürfte. Den EUR/USD-Rückfall löste initial aus, dass „Bernanke die genaue Nachfrage eines Senators nicht explizit bestritt, der wissen wollte, ob es vor dem Labor Day zu einer Verringerung kommen werde“, schreiben die Analysten der Credit Suisse im heutigen „Research Daily“.

    Im Tief erreichte EUR/USD am Donnerstagmorgen 1,2820, bevor es dann zu einer Gegenbewegung kam, die das Währungspaar bislang bis 1,2904 in der Spitze führte. Positiv überrascht haben zuletzt die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Mai überraschend deutlich auf 47,8 Punkte. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Plus auf 47,0 Zähler gerechnet, nach einem Wert von 46,5 Punkten im April. Der Dienstleistungsindex verbesserte sich von 46,6 auf 47,5 Zähler (Konsens: 47,2 Punkte).

    Gegen 11:35 Uhr MESZ notiert EUR/USD bei 1,2894. Oberhalb des gestrigen Hochs bei 1,2998 trifft EUR/USD am Hoch vom 14. Mai 2013 bei 1,3029 auf den nächsten Widerstand. Die nächsten Unterstützungen unterhalb von 1,2818/20 finden sich bei 1,2795 (Tief vom 17. April 2013) und 1,2744 (Tief vom 4. April 2013).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.