In den letzten Wochen konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutliche Zugewinne verbuchen, wie der HSBC-Analyst Jörg Scherer in „Der Markt heute“ schreibt. Aus charttechnischer Sicht stehe der Aufwertungstendenz der Einheitswährung nun aber ein wichtiger Nachhaltigkeitstest ins Haus. So stelle der ehemalige Aufwärtstrend seit Sommer 2001 (aktuell bei 1,3384 USD) den Auftakt zu massivsten Barrieren dar. Zusammen mit der 200-Wochen-Linie (aktuell bei 1,3450 USD) und dem Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Fibonacci-Retracements (1,3465/1,3489 USD) entstehe auf diesem Niveau ein klassisches Widerstandsbündel, heißt es weiter. „Da die Konstellation im Monatsbereich mit extrem eng zusammengezogenen Bollinger Bändern sprunghafte Kursaktivitäten begünstigt, dürfte ein Spurt über die angeführten Hürden Anschlusskäufer auf den Plan rufen. Per Saldo sollte das bisherige Jahreshoch bei 1,3711 USD dann nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum übergeordneten Baissetrend seit Sommer 2008 (aktuell bei 1,4154 USD) darstellen. Scheitert die europäische Valuta dagegen an der o. g. Widerständen, müsste zunächst ein Rücklauf bis zu den Hochs bei rund 1,32 USD einkalkuliert werden. Aber auch eine potentielle Schulter-Kopf-Schulter-Formation sollten Anleger dann im Hinterkopf haben“, so Scherer.