EUR/USD ist nach der kurzen Rally bis 1,3207 in der Spitze infolge der zurückgesetzten Erwartung, dass bereits im September eine erste Reduzierung der US-Anleihenkäufe anstehen könnte, zum Wochenschluss bis bislang zutiefst 1,3033 zurückgefallen.

    EZB-Vizechef Vitor Constancio hat über Nacht noch einmal das Niedrigzinsversprechen der EZB bekräftigt. Dass Europa bei der konjunkturellen Erholung hinter den USA zurückbleibe, rechtfertige im Verbund mit den geringen Inflationsrisiken, dass die Geldpolitik für einen längeren Zeitraum locker bleibe, sagte Constancio bei einer Rede in Singapur.

    Kaum reagiert haben die Notierungen am Morgen auf die Nachricht, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s den Ausblick für Irland von „stabil“ auf „positiv“ angehoben hat, derweil das „BBB+“-Rating beibehalten wurde.

    Die nächsten potenziell kursbewegenden Daten stehen um 11:00 Uhr MESZ mit der Industrieproduktion der Eurozone im Mai an. Erwartet wird im Konsens ein Rückgang im Monatsvergleich um 0,2 Prozent, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im April.

    Gegen 10:30 Uhr MESZ notiert EUR/USD bei 1,3046. Die nächste Unterstützung liegt kurzfristig am Tief vom 11. Juli 2013 bei 1,3003. Der nächste Widerstand lässt sich am gestrigen Intraday-Hoch bei 1,3122 ausmachen.

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.