EUR/USD ist nach Veröffentlichung der jüngsten Daten aus der Eurozone auf ein frisches Tagestief bei 1,3052 gefallen. Es stellt sich die Frage, was schlechter ist: die geringe Teuerungsrate der Verbraucherpreise oder die hohe Arbeitslosenquote. Beides ist in jedem Fall schwach und dürfte den Spekulationen auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag weitere Nahrung geben.

    Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im April um nur noch 1,2 Prozent im Jahresvergleich und damit deutlich weniger, als von Analysten im Konsens mit plus 1,6 Prozent erwartet. Zugleich ist dies die niedrigste Teuerungsrate seit Februar 2010. Im März hatte die Inflationsrate noch bei plus 1,7 Prozent gelegen. Die Arbeitslosenquote stieg im gemeinsamen Währungsraum im März auf einen neuen Rekordwert von 12,1 Prozent (Konsens 12,1 Prozent nach 12,0 Prozent im Februar).

    Gegen 11:35 Uhr MESZ notiert EUR/USD bereits wieder ein wenig erholt bei 1,3077. Oberhalb des Hochs vom 19. April 2013 bei 1,3129 rückt der Widerstand vom 16. April 2013 bei 1,3202 in den Fokus. Unterstützung bietet die 1,2952 (Tief vom 24. April 2013).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.