EUR/USD hat am Donnerstag einen Riesensatz um mehr als 200 Pips nach oben gemacht und bei 1,3306 ein Dreimonatshoch erreicht. Der Euro profitierte dabei von nachlassender Zinssenkungsfantasie, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins unverändert bei 0,50 Prozent belassen hatte. In der anschließenden Pressekonferenz senkte EZB-Präsident Mario Draghi zwar die Wachstumsprognose für die Eurozone in diesem Jahr, erhöhte aber gleichzeitig die Erwartungen für 2014. Zinssenkungen und negative Einlagenzinsen dürften daher vorerst kein Thema mehr sein. Hinzu kamen US-Dollar-Verluste auf breiter Basis, wobei sich bei USD/JPY nach dem Bruch des alten Tiefs unter der runden 100er-Marke bei 98,83 (Tief vom 3. Juni 2013) die Talfahrt beschleunigte.

    Gegen 10:40 Uhr MESZ notiert EUR/USD bei 1,3237. Mit dem gestrigen Anstieg und der Überwindung der Widerstände bei 1,3193 und 1,3243 (Hoch vom 8. und 1. Mai 2013) haben sich die charttechnischen Aussichten verbessert. Auf die nächsten Widerstände trifft das Währungspaar nun bei 1,3319 (Hoch vom 25. Februar 2013) und 1,3434 (Hoch vom 20. Februar 2013). Unterstützungen liegen kurzfristig bei 1,3225, 1,3179, 1,3160 (gestrige Intraday-Tiefs) und 1,3131 (gestriges Intraday-Hoch).

    Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.