„Rettung in höchster Not“ gelang jüngst dem Euro im Vergleich zum US-Dollar. Schließlich hätte ein Bruch der Trendlinie (aktuell bei 1,2803 USD), die die ansteigenden Tiefs seit Mitte November 2012 verbindet, gleichzeitig eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation vervollständigt, wie HSBC-Analyst Jörg Scherer in „Der Markt heute“ schreibt. Aus einer negativen Weichenstellung lasse sich ein rechnerisches Abschlagspotential von rund 10 US-Cents ableiten, so dass perspektivisch sogar ein Stresstest des Mehrjahrestiefs vom Juni 2010 bei 1,1875 USD zu befürchten wäre. Dieses Schreckensszenario habe die Einheitswährung dank des dynamischen Reversals von gestern abwenden können, was sich auch an dem potentiellen Candlestickumkehrmuster in Form eines „bullish engulfing“ ablesen lasse, heißt es weiter. „Per Saldo hat damit weiterhin die altbekannte Tradingrange rund um den Jahresschlussstand von knapp 1,32 USD Bestand. Auf der Oberseite markiert die Kombination aus der 200-Wochen-Linie (aktuell bei 1,3428 USD) und einem Fibonacci-Cluster aus zwei verschiedenen Retracements (1,3465/89 USD) den entscheidenden Signalgeber für ein Aufbrechen der angeführten Tradingrange. Vor dem Hintergrund der extrem stark zusammengezogenen Bollinger Bändern auf Monatsbasis, was in der Vergangenheit regelmäßig als Vorbote für einen nahenden Vola-Impuls diente, dürfte ein Verletzen der definierten Leitplanken bei rund 1,28 USD bzw. 1,3450 USD auf fruchtbaren Boden fallen“, so Scherer.